FDP braucht Zeit zur weiteren Beratung Debatte über Theatersanierung in Osnabrück verschoben

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Sanierungsfall: Das Theater Osnabrück. Noch dauert es aber, bis Handwerker die Arbeit aufnehmen. Foto: Michael GründelSanierungsfall: Das Theater Osnabrück. Noch dauert es aber, bis Handwerker die Arbeit aufnehmen. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. Das Thema Theatersanierung ist von der Tagesordnung der letzten Ratssitzung genommen worden. Die FDP hatte weiteren Beratungsbedarf angemeldet, die anderen Fraktionen geben dem nach gutem Brauch statt. Jetzt wird im März über die Sanierung entschieden.

Es gab eine ausführliche Beschlussvorlage sowie Änderungsanträge der Gruppe UWG und Piraten, der BOB-Fraktion, sowie der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Alles hinfällig: Auf Antrag der FDP-Fraktion wurde der Tagesordnungspunkt 5.4. "Sanierung des Theaters am Domhof" von der Tagesordnung genommen. Jetzt wird der Rat das heikle Thema in seiner nächsten Sitzung am 12. März diskutieren. Weiterlesen: Darum kostet die Theatersanierung 80 Millionen

Video: Theatersanierung – Dahin fließen die 80 Millionen Euro

Es ist im Rat guter Brauch, einer Fraktion Zeit für zusätzlichen Beratungen einzuräumen, unabhängig von der Größe der Fraktion. Angemeldet hatte diesen Bedarf FDP-Ratsmitglied Robert Seidler bereits in der letzten Sitzung des Kulturausschusses. Er wolle sich noch intensiver mit dem Brandschutzgutachten beschäftigen und sich bei einem Ortstermin im Theater von den maßgeblichen Experten informieren lassen, sagte er damals.

Gutachten lässt Fragen offen

Mittlerweile hat Seidler mit dem Brandschutzgutachter zusammengesessen, aber wie das so ist: Bei dem Termin am Montag sind etliche Fragen offen geblieben und neue aufgetaucht, sagt Seidler. Auch die Studie von Partnerschaft Deutschland und Schüßler-Plan - auf sie stützt sich bisher das ganze Sanierungsunterfangen - wirft für Seidler Fragen auf. Deswegen nutzt er einen beruflichen Termin in Berlin, um am Freitag mit Partnerschaft Deutschland offene Punkte zu besprechen. Danach wird die FDP-Fraktion über die Sanierung beraten. Weiterlesen: Kulturausschuss informiert sich über die Theatersanierung

Sollte der Rat am 12. März der Beschlussvorlage folgen, bedeutet das keineswegs, das am nächsten Tag die Bagger anrücken. Wird der Beschluss in der aktuellen Form gefasst, erteilt der Rat der Verwaltung und den Städtischen Bühnen zwei Aufträge: Sie sollen Geld einwerben, und zwar zwei Drittel der Bausumme. In Frage kommen "europäische, Bundes- und Landesinstitutionen in der Region sowie privaten Spender". Der zweite Auftrag betrifft die Sanierung selbst: Verwaltung und Theater sollen "vorbereitende organisatorische Maßnahmen für eine Sanierung der Städtischen Bühnen in die Wege" leiten. Nach einem Jahr könnte dann Architekten gesucht werden - ein Verfahren, das Europaweit ausgeschrieben werden muss. Dann geht es in die heiße Planungsphase, und nach fünf Jahren könnte die Sanierung beginnen. 


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