Karlstag des Gymnasiums Carolinum Experte erzählt Osnabrücker Schülern, was Arbeitgebern wichtig ist

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Felix Osterheider hielt beim Karlstag des Gymnasiums Carolinum den Gastvortrag. Foto: Michael GründelFelix Osterheider hielt beim Karlstag des Gymnasiums Carolinum den Gastvortrag. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. In Gedenken an den Namensgeber des Gymnasiums feierte das Carolinum nun seinen traditionellen Karlstag. Als Gastredner kehrte Felix Osterheider in seine ehemalige Schule zurück und hielt einen Vortrag, der die Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten sollte.

Jedes Jahr nimmt das Carolinum den Karlstag zum Anlass, um kurz aus dem Schulalltag auszubrechen, wie es Rektor Helmut Brandebusemeier in seiner Ansprache nannte. Angekündigt wurde Osterheider als Kommunikations-Experte, der einen Vortrag hielt zum Thema "Was findet ein Arbeitnehmer sexy - was findet ein Arbeitgeber wichtig?". 

Zunächst erfuhren die Zuhörer etwas über den Lebenslauf des Gastredners: Schulabschluss am "Caro", eigene PR-Agentur, Arbeitsdirektor beim Stahlwerk Georgsmarienhütte, Honorarprofessur an der Hochschule Osnabrück – und schließlich der Wechsel zurück in den Beraterberuf

Die eigenen Werte kennen

Seine Vortragsfrage beantwortete Osterheider, indem er seine Zuhörer dazu ermunterte, sich zu Beginn der Jobwahl selbst Fragen zu stellen und diese dann auch zu beantworten: "Was wünsche ich mir für die Zukunft?", "was sind meine Werte?" und "welche Fähigkeiten muss ich mitbringen?". Wem etwa berufliche Sicherheit sehr wichtig ist, für den sei die Beamtenlaufbahn das Richtige. Und wer wisse, dass ein Unternehmen für andere Werte steht als er selbst, sollte sich dort gar nicht erst bewerben.

Fünf Stichpunkte zum erfolgreich Arbeiten

Und was verlangt der Arbeitgeber von seinem künftigen Mitarbeiter? Das fasste der Experte in fünf Stichpunkten zusammen: Gemeinsame Werte und Eigeninitiative ("wenn Ihr von alleine aus dem Sessel aufsteht und das auch noch pünktlich, dann könnt Ihr gar nichts falsch machen"), Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität.

"Ich habe es an der Uni schon miterlebt, dass die Studenten mit ihren Eltern zusammen die ersten Vorlesungen besucht haben", erzählte Osterheider. Dies sei zwar für die Eltern sehr schön, allerdings zeuge es nicht gerade von großer Selbstständigkeit der Studenten. Während der ersten Wochen in einem Unternehmen sei es wichtig, Fragen zu stellen, wenn noch etwas unklar ist, sowie eigenständiges Handeln zu demonstrieren. Denn die Chefs achteten besonders darauf, wie selbstständig neue Mitarbeiter sind – oder die, die es zum Beispiel während eines Praktikums später gerne werden möchten.

Auch "Out-of-the-Box-Denken" sei bei Führungskräften besonders beliebt, also die Fähigkeit, beim Denken eingefahrene Muster aufzubrechen. "Wenn Ihr etwas anderes im Kopf habt, auch etwas komisches, lasst es einfach raus. Es wird händeringend nach neuen Ideen gesucht", ermunterte der Redner die jungen Zuhörer. Die können seine Tipps demnächst auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen. Für viele baldige Abiturienten steht demnächst die Bewerbungsphase für eine Ausbildung an.


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