Beschäftigung auf Rekordstand In Osnabrück sind seit 2016 über 3000 neue Arbeitsplätze entstanden

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Symbolbild: dpa/Christian CharisiusSymbolbild: dpa/Christian Charisius

Osnabrück. Noch nie wurde in Osnabrück so viel gearbeitet: Mit 93.700 sozialversichungspflichtigen Arbeitsplätzen hat die Beschäftigung einen Höchststand erreicht. Seit 2016 sind 3000 neue Arbeitsplätze entstanden, meldet die Wirtschaftsförderung.

Baut ein Unternehmen Arbeitsplätze ab, findet das in der Öffentlichkeit meist lauten Widerhall. Der kontinuierliche und stille Zuwachs an Arbeitsplätzen ist dagegen selten Gegenstand öffentlicher Debatten. Auch deshalb  richtet die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) den Scheinwerfer auf die aktuellen Beschäftigtenzahlen. Am Stichtag 30. Juni 2018 waren in der Stadt Osnabrück erstmals mehr als 93.700 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Wachstums- und Beschäftigungsmotoren sind dabei vor allem die Software, IT- und Kommunikationswirtschaft.

An der Hase sind seit Juni 2016 insgesamt 3.096 ( plus 3,4 Prozent) neue Arbeitsplätze entstanden. Besonders auffällig ist dabei das Wachstum zwischen 2016 und 2017. Alleine in diesen zwölf Monaten stieg die Zahl der Beschäftigten um 2.064 (+2,3 %). Eine Entwicklung, die sich nach Angaben der Wirtschaftsförderung positiv fortgesetzt hat. Bis zum Juni 2018 kamen weitere 1.032 neue Arbeitsplätze hinzu (+1,1 %).

Dienstleistungen im Aufwind

Getragen wird dieses Wachstum insbesondere vom Dienstleistungssektor. Vier von fünf Beschäftigten in Osnabrück arbeiteten 2018 in diesem Bereich (80,9 %). Besonders stark gewachsen ist die Zahl der Arbeitsplätze in Erziehungsberufen (+8 % seit 2016) und im Sozialwesen (+10,1 %) . Das entspricht rund 1.000 neue Jobs in diesen Bereichen.

Software, IT- und Kommunikationswirtschaft gewinnt

„Den stärksten Anstieg in den vergangenen Jahren verzeichnen die Unternehmen der Software-, IT- und Kommunikationswirtschaft“, so die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Osnabrück, Marina Heuermann. Ein Zuwachs von 15,3 Prozent sozialversicherungspflichtig Beschäftigter seit 2016 in Stadt und Landkreiss ein ein "klares Signal". Der Zuwachs konzentriert sich vor allem auf die Stadt Osnabrück (+ 21,2%"), im Landkreis stieg die Zahl der IT-Jobs um 2,6 Prozent.

Kein anderer Wirtschaftszweig hat sich den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren so stark entwickelt. 3.908 Beschäftigte (davon 2.803 in der Stadt und 1.105 im Landkreis Osnabrück) sind, Stand Juni 2018, in der IT- und Kommunikationsbranche tätig. Die derzeitige Dynamik wird auch beim Blick auf die Vorjahreszahlen sichtbar: Im Vergleich zu 2017 kamen 2018 345 Arbeitsplätze (+ 9,7%) neu hinzu (davon 290 in der Stadt und 55 im Landkreis Osnabrück)  "Ein deutlicher Beleg dafür, dass der Megatrend der Digitalisierung für Wachstums- und Beschäftigungsimpulse in Stadt und Region sorgt", wird Heuermann in einer Mitteilung der WFO zitiert. 

Weiterhin rückläufig ist demgegenüber die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe (-1,5% seit 2017, -1,2% seit 2016), in der Metall- und Elektroindustrie (-5,8% seit 2017, -4,3% seit 2016) im verarbeitenden Gewerbe sowie in der Arbeitnehmerüberlassung (-9,1% seit 2017, -14,9% seit 2016).

Gute Zukunftsaussichten

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten der Agentur für Arbeit decken sich mit der positiven Bevölkerungsentwicklung: Die Einwohnerzahl wächst kontinuierlich und steht inzwischen bei 169.108 (Stand: Dezember 2018). Das belege, dass Osnabrück im Wettbewerb der Standorte gut aufgestellt sei. Das starke Wachstum in den zukunftsorientierten Branchen verstärke diese Tendenz. „Gerade Standorte, die wie Osnabrück einen hohen Industriebesatz und einen ausprägten technologieorientieren Mittelstand beheimaten und zugleich Universitäts- und Hochschulstadt sind, werden im Standortwettbewerb Vorteile haben", so Heuermann. Der Wirtschaftsstandort Osnabrück biete daher gute Voraussetzungen, um an den technologischen Entwicklungen, beispielsweise in den Themenfeldern Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zu profitieren.


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