European Law Moot Court Osnabrücker Jurastudenten bei Gerichtssimulation erfolgreich

Erfolgreiche Jurastunden: (von links) Coach Christina Kamm, Lara Müller, Maximilian Hofer, Lena Hupe und Coach Patrick Hoffmann. Universität Osnabrück/Jörn SimmeErfolgreiche Jurastunden: (von links) Coach Christina Kamm, Lara Müller, Maximilian Hofer, Lena Hupe und Coach Patrick Hoffmann. Universität Osnabrück/Jörn Simme

Osnabrück. Jurastudenten der Universität Osnabrück ist bei einer internationalen Gerichtssimulation ein großer Zwischenerfolg gelungen. Sie qualifizierten sich für das Regionalfinale des European Law Moot Court in Ljubljana (Slowenien), wo sie sich Anfang Februar mit elf weiteren Teams aus ganz Europa messen werden.

In dem Wettbewerb wird eine Gerichtsverhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof simuliert. Wie die Universität Osnabrück mitteilt, fertigten die drei Jurastudenten Lena Hupe, Lara Müller und Maximilian Hoffmann  dazu in der Qualifikationsphase von September bis Ende November die Schriftsätze der Parteien an, welche sie nun in Ljubljana auf Englisch und Französisch präsentieren müssen. Veranstalter dieses renommierten Studentenwettbewerbs zum Europarecht ist die 1988 gegründete European Law Moot Court Society. (Weiterlesen: Anwälte der Armen – Osnabrücker Jurastudenten helfen Bedürftigen)

Fragen des Europarechts erörtert

Betreut wurde das erfolgreiche Team der Uni Osnabrück von Juraprofessor Oliver Dörr und seinen Lehrstuhl-Mitarbeitern. Der Fall griff auch in diesem Jahr wieder aktuelle Fragen des Europarechts auf. Im Zentrum standen weitreichende Reformen der Gerichtsbarkeit eines fiktiven EU-Mitgliedstaates, insbesondere die Auswirkungen einer Senkung des Höchstalters bei Richtern auf die Unabhängigkeit der Justiz. Außerdem wurde die Anwendung des Europäischen Haftbefehls diskutiert. Dörr betont: 

"Die Studierenden leisten Pionierarbeit: Sie müssen Antworten auf bisher ungelöste Probleme des Europarechts finden."


Ziel ist das große Finale in Luxemburg

Im Regionalfinale in Ljubljana wird das Osnabrücker Team die Argumente der Parteien in mündlicher Verhandlung vortragen und zugleich den Moot-Court-Richtern Rede und Antwort stehen. Im Erfolgsfall winkt die Teilnahme am großen Finale in Luxemburg. Dann hätten die Studenten die Möglichkeit, ihre Argumente dem echten Europäischen Gerichtshof zu präsentieren.  (Weiterlesen: Osnabrücker Jurastudenten gehören zu den besten im Land)

Zur Vorbereitung auf das Regionalfinale in Ljubljana reiste das Team nach Berlin und Hamburg. Zunächst wurden die Osnabrücker von dem Team der Freien Universität Berlin zu einer gemeinsamen Proberunde eingeladen. In Hamburg trugen die Studenten ihre Argumente den Anwälten einer Großkanzlei vor. (Weiterlesen: Juraprofessorin Mary-Rose McGuire ist Osnabrücks beste Uni-Dozentin 2018)


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