Straßenfest in Gefahr? Geschäftsleute an der Lotter Straße sauer auf die Stadt Osnabrück

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Hans Klute (links) begrüßte als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lotter Straße Gäste beim Neujahrsempfang. Foto: Stefan BuchholzHans Klute (links) begrüßte als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lotter Straße Gäste beim Neujahrsempfang. Foto: Stefan Buchholz

Osnabrück. Derzeit nicht besonders gut auf die Stadt Osnabrück zu sprechen ist die Interessengemeinschaft (IGS) Lotter Straße. Dabei geht es vor allem um das Lotter-Straßen-Fest, das eigentlich wieder im Spätsommer stattfinden soll. Doch den Mitgliedern fehlt Planungssicherheit – was sie den Verantwortlichen im Rathaus ankreiden.

Am Neujahrsempfang der IGS nahmen nun spürbar weniger Gäste als noch im Vorjahr teil. Die Veranstalter führten das nicht zuletzt darauf zurück, dass der Termin ihrer Traditionsveranstaltung extra verschoben wurde. Denn eigentlich wollte der Vorstand den Mitgliedern Aktuelles zum Lotter Straße-Fest verkünden. Doch das klappte nur bedingt.

Denn fest steht derzeit nur eins: Die IGS-Verantwortlichen machen sich im Hinblick auf die 2019er-Auflage ihres Straßenfestes Sorgen. Zum einen wegen der bereits bekannten Sperrung der Rheiner Landstraße wegen einer Großbaustelle ab der zweiten Jahreshälfte. Zum anderen, weil frühzeitig gewünschte Treffen mit der Stadt von der Verwaltung zweimal abgesagt wurden, wie IGS-Chef Hans Klute monierte. Der Verein brauche zur Organisation aber Planungssicherheit. Dennoch: Aller Voraussicht nach werde das Lotter-Straße-Fest wohl Ende August stattfinden können, wie Jörg Buchweitz bekanntgab.

Gastronomie ist Werbeträger

Der IGS-Schriftführer konnte außerdem vermelden, dass Leerstände in der Straße weiterhin nur von kurzfristiger Dauer seien. Er lobte überdies die Gastronomie an der Lotter Straße, die einen guten Ruf über die Stadtgrenzen hinaus habe. Die Restaurants seien ein wichtiger Werbeträger, weil ihre auswärtigen Besucher auch die örtlichen Geschäfte entdecken könnten, so Buchweitz.

Ermäßigtes Parken

Eine positive Nachricht konnte auch Hans Klute vermelden. Im Parkhaus Lotter Straße kostet die erste Parkstunde mittlerweile nur 50 Cent – was aber möglicherweise noch nicht bekannt genug sei. „Wir als Geschäftsleute können davon profitieren, wenn wir das publiker machen.“

Falk Hassenpflug von der IHK lobte die Beteiligung der IGS an der Aktion „Heimatshoppen“. Die bundesweite Kampagne will in Zeiten des wachsenden Onlinehandels auf die Bedeutung der lokalen Gewerbetreibenden hinweisen. Nach Ansicht der Initiatoren sichern sie Arbeit und Ausbildung und stärken zudem über die Gewerbesteuer die Kommunen.

Die IGS Lotter Straße hat derzeit 33 Mitglieder. Ausdrücklich versteht sich die IGS nicht als Werbegemeinschaft, sondern als Interessensvertretung für alle entlang der Gastro- und Einkaufsmeile. Man will zugleich auch Ansprechpartner der Stadt sein, wenn es um die Verkehrsführung geht. Darüber hinaus entwicklt die IGS Handelskonzepte mit der örtlichen IHK, wie Hans Klute berichtete.


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