Rosa Brille und dunkle Masken Schüler präsentieren Ergebnisse von Kreativ-AG

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Reges Interesse rief die Präsentation der Ergebnisse einer Kreativ-AG mit Schülern der Schule an der Rolandsmauer im Kunstraum Hase 29 hervor. Foto: Jörn MartensReges Interesse rief die Präsentation der Ergebnisse einer Kreativ-AG mit Schülern der Schule an der Rolandsmauer im Kunstraum Hase 29 hervor. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Kreative Arbeiten von neun Schülern der Schule an der Rolandsmauer, die im Rahmen des Bürgerstiftungs-projekts „K 3 – und du bist dabei“ entstanden sind, werden derzeit im Kunstraum Hase 29 präsentiert.

Mal düster, mal farbenfroh und mal plastisch kommen die künstlerischen Arbeiten daher, die derzeit im Nebenzimmer des Kunstraums Hase 29 zu sehen sind. Der Standort der Osnabrücker Gesellschaft für zeitgenössische Kunst in der Hasestraße dient seit Oktober des vergangenen Jahres auch als montäglicher Treffpunkt für eine von sieben Kreativ-AGs in den Bereichen Musik, Theater und Kunst, die durch die Egerland-Stiftung finanziert und von der Bürgerstiftung Osnabrück im Rahmen ihres jugendfördernden Kunst- und Kulturprojekts „K 3 – und du bist dabei“ organisiert werden. Neun junge Nachwuchskünstler aus der Schule an der Rolandsmauer präsentierten am Montagnachmittag die Ergebnisse des ersten Halbjahres – auch als Werbung und Ansporn für Mitschüler, sich für den nächsten Workshop zu bewerben, wie K 3-Projektleiter Klaus Lang bei der Eröffnung der Ausstellung betonte, die parallel zur derzeitigen Hauptausstellung „Bambi Goes Art“ noch bis einschließlich Samstag, 26. Januar, zu sehen sein wird.

Anlehnung an Hauptausstellung

Dass die dort gezeigten Exponate, die dem „Banalen in der Kunst“ auf der Spur sind, so manchem Schüler - auch im Austausch mit Kunstpädagogen und Künstlern - als Inspirationsquelle gedient haben, ist unverkennbar: An einer Säule hängen Kompositionen aus kolorierten Nudeln, auf einem Podest stehen aus bemalten Eierkartons gefertigte Skulpturen und auf einem anderen überdimensionale Erdnüsse aus mit Modelliermasse überzogener Alufolie, deren Erschafferin Sevim eigentlich gar keine Nüsse mag. So nutzten die Schüler verschiedene Lebensmittel samt deren Verpackungen, um aus Alltagsbanalitäten Kunst zu machen. Alle Freiheiten, sich individuell zu entfalten, hat AG-Leiterin Birgit Kannengießer, die im vergangenen Jahr den Osnabrücker Kunstpreises gewonnen hat, den Schülern gegeben – sie aber gleichzeitig auch dazu animiert und angeleitet, ihre gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und zu verbessern. 

Unterschiedliche Ausdrucksformen

Auch Gemeinschaftsarbeiten sind dabei herausgekommen wie etwa jene zentral im Raum hängende papierne Filmrolle, die zeigt, wie die Welt wohl aussähe, wenn man sie durch die sprichwörtliche rosa Brille betrachtet. Im Kontrast dazu hängen gleich daneben Hishiars dunkle Bilder an der Wand, die von unheimlichen, alten japanischen Masken inspiriert worden sind. Naturnah in Grüntönen gehalten sind Leons Malereien, Soufiane wählte die Form von mit Bleistift gezeichneten Comicbildern, um eine Tierparabel zu erzählen, und Charline experimentierte mit Drei-Bild-Serien, die etwa unterschiedliche Augenfarben thematisieren oder ungleich abstrakter mit wilder Strichführung oder Farbspritzern arbeiten. So hat jeder der neun Teilnehmer ganz eigene künstlerische Ausdrucksformen gefunden.


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