Zoll, Stadt, Gewerbeaufsicht und Finanzamt Behörden kontrollieren Shisha-Bars in Osnabrück

Von pm/nibu

Rauch steigt in einer Shisha-Bar aus einer Wasserpfeife. Symbolfoto: Soeren Stache/dpaRauch steigt in einer Shisha-Bar aus einer Wasserpfeife. Symbolfoto: Soeren Stache/dpa

Osnabrück. Osnabrücker Behörden haben am Freitagabend der vergangenen Woche vier Shishabars im Stadtgebiet kontrolliert.

Laut einer Mitteilung des Hauptzollamtes handelte es sich um "eine behördenübergreifende und ganzheitliche Kontrolle". Beteiligt waren das Hauptzollamt Osnabrück, die Stadt Osnabrück, das Gewerbeaufsichtsamt und das Finanzamt. Jede Behörde überprüfte die Bars gemäß ihres Zuständigkeitsbereiches. Die Polizei Osnabrück leistete Amtshilfe, "um in den unübersichtlichen und gut frequentierten Lokalitäten ein sicheres und geordnetes Arbeitsumfeld zu gewährleisten", heißt es in der Mitteilung.

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Unversteuerter Wasserpfeifentabak

Bei den Kontrollen stellte der Zoll Verstöße gegen das Tabaksteuerrecht und Anhaltspunkte für Schwarzarbeit fest. Es wurden 8,4 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt und zwei Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Steuerhehlerei und Steuerhinterziehung eingeleitet. 

Zudem stellten die Zöllner fest, dass in den vier Shishabars in unzulässiger Weise Einzelportionen aus Kleinverkaufsverpackungen an Kunden verkauft wurden. Diese Ordnungswidrigkeit kann ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro nach sich ziehen. Darüber hinaus besteht in neun Fällen die Vermutung, dass gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten verstoßen wurde. Wegen möglichem Sozialleistungsbetrug wird in sechs Fällen ermittelt. 

Schadstoffbelastung zu hoch

In vier Fällen schritt das Ordnungsamt der Stadt Osnabrück ein, weil die Schadstoffbelastung in den Lokalen zu hoch war. Außerdem waren unerlaubterweise sieben Jugendliche in den Bars zu Gast.

Polizisten sichern während einer Razzia von Zoll und Polizei Mitte Januar eine Shisha-Bar. Zeitgleich wurden in mehren NRW-Städten mehrer Shisha-Bars durchsucht. Archivfoto: Bernd Thissen/dpa

"Die Prüfungen liefen ruhig ab und stehen in keinem Zusammenhang mit den umfangreichen Kontrollen in Nordrhein-Westfalen", so Christian Heyer, Pressesprecher des Hauptzollamts Osnabrück. In Nordrhein-Westfalen hatte es eine großangelegte Razzia gegen Clankriminalität gegeben. 1300 Polizisten rückten zeitgleich aus und durchsuchten 100 Shisha-Bars, Spielhallen, Diskotheken und Teestuben.


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