Foto-Linsen eingefroren Bilder vom Blutmond über Osnabrück

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Der Blutmond leuchtete am frühen Montagmorgen auch über Osnabrück. Foto: André  HavergoDer Blutmond leuchtete am frühen Montagmorgen auch über Osnabrück. Foto: André Havergo 

Osnabrück. Der Blutmond in Deutschland lockte auch in Osnabrück am bitterkalten Montagmorgen die Menschen aus den warmen Federn – und ließ sie am Planetarium über eingefrorene Foto-Linsen schimpfen. Bilder vom roten Mond gab es natürlich trotzdem.

Eisig war's, der Mond schien helle – bis er sich auch über Osnabrück rötlich färbte. Das Planetarium am Schölerberg hatte extra um 5.30 Uhr seine Türen geöffnet, damit Sternengucker sich die Mondfinsternis angucken können. 

Foto: André Havergo

Etwa 40 dick eingepackte Frühaufsteher kamen – und freuten sich über den klaren Himmel, der einen guten Blick auf das Schauspiel freigab. (Das sind die besten Deutschland-Bilder des Blutmondes)

Foto: André Havergo

Gegen 3.35 Uhr trat der Vollmond in den Halbschatten der Erde ein, gegen 4.34 Uhr in den Kernschatten. Die totale Phase startete gegen 5.41 Uhr. Maximal am finstersten war der Mond um 6.12 Uhr. 

Mondfinsternis / Blutmond in Osnabrück. Auch wir durften unsere Kamera an das Teleskop der Astronomischen Gruppe Osnabrück anschließen. Der Blutmond ist auf diesen Foto schon wieder abnehmend. Foto: André Havergo

Danach trat der Mond langsam wieder aus dem Schatten der Erde heraus. Der Grund für die rötliche Farbe liegt übrigens in der atmosphärischen Lichtstreuung, wenn das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre in den Kernschatten gelenkt wird. 

Zeitraffer: So sah der "Blutmond" über Gaste-Hasbergen aus

In unserer Region war aufgrund des wolkenlosen Himmels der Blick auf den Blutmond sehr gut. Die klare Sicht erzeugte jedoch auch eine Eiseskälte am Boden von bis zu Minus neun Grad am heutigen Morgen. "Es war so kalt, dass bei einem Fotografen die Frontlinse am Objektiv eingefroren war. Genauso erging es dem Bildschirm des Laptops vom Leiter des Planetariums, Andreas Hänel", berichtete unser Fotograf André Havergo. 

Foto: Andreas Hänel

Den Besuchern wurde viel erklärt. Sofern sie nicht eingefroren waren, konnten zudem auf den Bildschirmen der Laptops die Daten wie Höhenwinkel und der Fortschritt der Finsternis abgelesen werden. Dass der Vollmond so groß erschien, lag daran, dass er der Erde aktuell sehr nah ist. 

Foto: André Havergo

Erst die totale Mondfinsternis am 31. Dezember 2028 wird wieder gut von Deutschland aus zu sehen sein. Denn bei der nächsten totalen Mondfinsternis am 7. September 2025 geht der Mond hierzulande bereits vor der Totalität unter. 

Foto: Andreas Hänel


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