Für "Kinder in Not" Osnabrücker Zweiradhaus Dependahl spendet 16.500 Euro

Detlef Dependahl übergibt den Scheck über 16.500 Euro an Robert Seidler vom Verein Kinder in Not Osnabrück, der bedürftige Kinder mit Schulbedarf unterstützt. Die Summe kam zusammen bei den Weihnachtsgesprächen im Zweiradhaus Dependahl. Foto: Philipp HülsmannDetlef Dependahl übergibt den Scheck über 16.500 Euro an Robert Seidler vom Verein Kinder in Not Osnabrück, der bedürftige Kinder mit Schulbedarf unterstützt. Die Summe kam zusammen bei den Weihnachtsgesprächen im Zweiradhaus Dependahl. Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Bei den 15. Weihnachtsgesprächen im Osnabrücker Zweiradhaus Dependahl sind binnen 14 Tagen 16.235 Euro an Spenden zusammen gekommen. Das Geld kommt dem Verein "Kinder in Not" Osnabrück zugute, der Schüler aller Jahrgangsstufen bei der Anschaffung von Schulbedarf unterstützt.

"Es hat zwar schon mehr Spender gegeben, aber wenn ich mich richtig erinnere, müsste das die bisher höchste Summe sein", sagte Detlef Dependahl, Inhaber des Zweiradhauses, der die Summe noch einmal auf 16.500 Euro aufrundete. Insgesamt habe man die 100.000-Euro-Marke längst überschritten. Bei den Weihnachtsgesprächen lädt Dependahl potenzielle Spender ein, die dann Beiträge für den guten Zweck leisten. Die Spenden sollen Projekten in der Region zugute kommen.  

Der Vorsitzende des Vereins "Kinder in Not", Robert Seidler, glaubt, dass der regionale Bezug die Bereitschaft zur Unterstützung erhöht. "Die Leute investieren lieber, wenn ihr Geld in der Region bleibt." Sein Verein unterstützt Kinder, die Schulbedarf brauchen. Bildung hänge allzu oft am Geld. "Es gibt Kinder, die ihr Abitur nur mit unserer Unterstützung machen konnten."

8000 Kinder gebe es in Stadt und Landkreis Osnabrück, deren Familien von Hartz IV leben, so Seidler. Schwerpunkte seien neben dem Osnabrücker Stadtgebiet die Städte Bramsche und GMHütte. Gegen Vorlage der Originalbelege erhalten die Schüler das Geld für Taschenrechner, Hefte und alles, was sie noch so brauchen - mit Betonung auf "brauchen". Für Klassenfahrten etwa zahlt der Verein nicht. Diese sind natürlich auch wichtig, aber es soll genug Geld übrig bleiben, um möglichst vielen Familien bei den wirklich unausweichlichen Anschaffungen unter die Arme zu greifen.

Bei der Übergabe der Spende kritisierte Seidler mit deutlichen Worten die Hartz-IV-Regelsätze. Bei deren Festsetzung seien die Kosten für die Bildung der Kinder schlicht vergessen worden. Aber nicht nur Kinder von Hartz-IV-Empfängern bekommen Hilfe, auch Kinder von Geringverdienern werden unterstützt. "Kinder arbeitender Eltern dürfen nicht schlechter gestellt sein als die von Hartz-IV-Empfängern", ist Seidler überzeugt.


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