Orgel und Oboe Osnabrücker Musiker Lukas Brandt und Melanie Ortmann stellen neue CD vor

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Die eigene Orgel im Wohnzimmer: Lukas Brandt, Solo-Oboist im Osnabrücker Symphonieorchester, und seine Frau, Organistin Melanie Ortmann, haben gemeinsam die CD "Gabriel's Oboe" aufgenommen. Foto: David EbenerDie eigene Orgel im Wohnzimmer: Lukas Brandt, Solo-Oboist im Osnabrücker Symphonieorchester, und seine Frau, Organistin Melanie Ortmann, haben gemeinsam die CD "Gabriel's Oboe" aufgenommen. Foto: David Ebener

Osnabrück. Lukas Brandt ist Oboist im Osnabrücker Symphonieorchester. Seine Frau Melanie Ortmann ist Lehrerin, aber auch Organistin in der St. Agatha Kirche in Mettingen. Zusammen haben sie die CD "Gabriel's Oboe" aufgenommen.

Den Wunsch, eine gemeinsame CD zu machen, hatten Lukas Brandt und Melanie Ortmann schon 2010, doch das Leben kam dazwischen. Arbeit, nebenberufliches Studium, die Kinder - da bleibt zunächst nicht viel Raum, professionell Musik aufzunehmen. "Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben", sagt Brandt, der über die Jahre nach geeigneten Stücken für Orgel und Oboe recherchierte und sie gemeinsam mit seiner Frau probte. Bis sich in den Herbstferien 2018 schließlich ein passendes Zeitfenster dafür auftat. Die Kinder sind inzwischen groß, Ortmann hat sich an der IGS in Melle eingearbeitet, wo sie Englisch und Musik lehrt. Die Stücken konnten vorbereitet werden. Brandt, Solo-Oboist beim Osnabrücker Symphonieorchester, konnte ein paar Tage für die Aufnahmen frei nehmen. 

In der St. Agatha Kirche in Mettingen, in der Ortmann als Organistin tätig ist, haben sie die 16 Stücke gemeinsam mit Tonmeisterin Karola Parry drei Tage lang aufgenommen. Darunter ist etwa Musik von Bach und Louis Vierne, von Adrien Barthe und Sergej Rachmaninow bis hin zu Ennio Morricone. Die Orgel, die in Mettingen steht, vereint 42 klingende Stimmen mit insgesamt 2411 Pfeifen - und sie wurde zuvor noch nie für eine offizielle Aufnahme verwendet. 

Erzengel Gabriel

Ursprünglich trug das Projekt den einfachen Arbeitstitel "Orgel und Oboe". Den Oboisten Brandt hat es schon lange gereizt, mit einer Orgel aufzunehmen. "Die beiden Instrumente kann man schön miteinander kombinieren und verschmelzen lassen. Das ist schon toll." Den finalen CD-Titel "Gabriel's Oboe" haben sie dem Morricone-Stück entnommen. Das Cover ziert zudem ein Kirchenfenster in der St. Agatha Kirche, das den Erzengel Gabriel zeigt. 

Der erste Impuls, gemeinsam eine CD aufzunehmen, entstand, weil Melanie Ortmann das Label "Melangement" ins Leben rief, um ein Weihnachtslied und ein Hörspiel zu veröffentlichen, die sie mit ihren Schülern aufgenommen hatte. "In dem Namen stecken die Wörter Melange und Arrangement und auch der Name Melanie", sagt Lukas Brandt, der das kleine Label inzwischen gemeinsam mit seiner Frau führt. "Wir haben uns gefragt, warum wir nicht auch zusammen eine CD machen." Ortmann fügt hinzu: "Es ging auch einfach um die Musik, diese gemeinsame Aktivität, die uns verbindet."

Geduld und Verständnis

Bei den gemeinsamen Aufnahmen haben die beiden gelernt, dass es wichtig ist, geduldig zu sein und Verständnis für den anderen zu haben. "Der Rachmaninow hatte es definitiv in sich", erinnert sich Brandt. Oft kam es vor, dass etwa der Orgel-Teil gut gelang, aber die Oboe nicht, und andersherum. "Man muss viel Verständnis für die Probleme des anderen Instruments mitbringen", sagt Ortmann. So war mal Wasser in der Oboen-Klappe, dann war ein Teil der Orgel in sich verstimmt. "Sowas ist auch eine Art Psychotest, ganz klar", sagt Ortmann und muss lachen. "Man darf es nicht persönlich nehmen."


Wo ist die CD erhältlich?

Die CD "Gabriel's Oboe" von Lukas Brandt und Melanie Ortmann ist erhältlich:


- Im Theater Osnabrück an der Theaterkasse

- Bei Bücher Wenner

- In der Dom Buchhandlung

- Bei Sutmöller Bücher & mehr in Melle

- Im Internet auf jpc.de

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