Schulen in der Region Osnabrück Skifreizeiten zwischen Schneemassen

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Jede Menge Schnee: Was bedeutet der Wintereinbruch für die Skifreizeiten der Schulen?  Das Bild entstand im Salzbuger Land. Foto: dpa/Barbara GindlJede Menge Schnee: Was bedeutet der Wintereinbruch für die Skifreizeiten der Schulen? Das Bild entstand im Salzbuger Land. Foto: dpa/Barbara Gindl

Osnabrück. Unter einem leiden die Ski-Freizeiten der Schulen derzeit nicht: unter Schneemangel. Eher ist das Gegenteil der Fall. Während die Osnabrücker Angelaschule am Samstag in ihre Skifreizeit starten will, werden Bad Iburger Schüler heute aus St. Johann im Ahrntal zurückerwartet.

Trotz des Endes des zweiwöchigen Dauerschneefalls ist die Lage in den Alpen weiterhin angespannt. Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten, Lawinen blockieren Straßen, Schulen sind geschlossen. Laut Tiroler Lawinenwarndienst besteht sehr große Lawinengefahr in vielen Teilen Österreichs. Die Skitruppe der Osnabrücker Angelaschule machte sich – Stand Mittwoch – trotzdem auf den Weg.

Kein Anlass zur Absage

Am kommenden Samstag wollen sie in ihre Skifreizeit ins Zillertal starten. „Für uns besteht zurzeit kein Anlass, unsere Fahrt abzusagen“, erklärt Martin Hänsel, Organisator der Skifreizeit. Samstag fährt er mit 72 Schülern und acht Lehrern nach Österreich. Unter kommt die Gruppe im Paulinghof im Inntal. „Der Ort ist von den extremen Schneefällen verschont geblieben. Im Tal liegen etwa 75 Zentimeter Schnee“, so Hänsel. Täglich sei er in Kontakt mit Einheimischen, um die Lage besser einschätzen zu können. Die ersten Skitage werde er mit der Gruppe auf einer planierten Wiese im Ort verbringen. Später gehe es dann auf den Hausberg in Kramsach. Je nach Wetter- und Schneelage werde er mit den Schülern ab Montag ins Skigebiet nach Kaltenbach im Zillertal fahren. Auf den Weg dorthin mache er sich aber nur in Absprache mit den dortigen Liftbetreibern. „Zusätzlich wird immer einer unserer Betreuer die Lage im Skigebiet persönlich in Augenschein nehmen, bevor wir mit den Schülern dort fahren. Wir werden kein Risiko eingehen“, so Hänsel. 

„Skifahren auf den Pisten in Kaltenbach ist ohne Einschränkungen möglich“, heißt es seitens der Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal.

Vom Verlassen der Pisten raten die Betreiber jedoch ausdrücklich ab. Auch Juliane Seebacher vom Tourismusverband Alpbachtal bestätigt: „Das Alpbachtal ist vom Schneechaos nicht so sehr betroffen. Im Skigebiet gibt es keine Gefahren, solange man sich auf den geöffneten Pisten aufhält.“

Gelungene Skifreizeit

Natürlich sei es streng untersagt, abseits der ausgewiesenen Abfahrten zu fahren. Die aktuelle Lawinenwarnstufe liege bei vier, der zweithöchsten Stufe. Die Straßen seien jedoch alle frei. Die Schneekettenpflicht sei ebenfalls wieder aufgehoben. Sehr kalt sei es vor Ort, auch im Tal, berichtet Seebacher. Bis Freitag werde jedoch kein Schnee mehr fallen. Ab Montag ist, laut aktuellem Wetterbericht, Sonne angesagt. 

Über eine gelungene Skifreizeit trotz Schneechaos freuen sich die Schüler des Osnabrücker Ratsgymnasiums. Vergangenen Samstag sind sie mit 22 Schülern und drei Lehrern aus Matrei in Österreich zurückgekommen. „Wir haben die fünf Tage vor Ort alle sehr genossen“, berichtet Sportlehrer und Skifreizeitleiter Jörg Bergmann.

Zwar habe das Schneechaos ihre Anreise behindert, da der Felbertauerntunnel wegen Lawinenwarnungen gesperrt war und der Bus einen dreistündigen Umweg in Kauf nehmen musste, ansonsten sei Osttirol aber von den enormen Schneemassen verschont geblieben. „Die Hohen Tauern haben die größten Schneemassen abgehalten.“ 

Vor Beginn der Skifreizeit habe er natürlich in engem Kontakt zu den Liftbetreibern und Skilehrern in Matrei gestanden, um die Lage besser einschätzen zu können. Man bestätigte ihm, dass das Skifahren unproblematisch sei und die Gruppe anreisen könne. Vor Ort habe es sich dann bestätigt. „Im Skigebiet selbst lag viel Schnee, und es war sehr windig“, so Bergmann. Lawinengefahr habe aber keine bestanden. „Wir freuen uns alle schon auf das nächste Jahr.“ Heute zurückerwartet werden die Teilnehmer der Schulfreizeit des Gymnasiums Bad Iburg.

Vor einer Woche haben sich die Schüler mit Fachschaftsleiter Brand auf den Weg nach St. Johann in Südtirol gemacht. „Unsere Ski-Fahrer sind wohlbehalten in St. Johann im tief verschneiten Ahrntal angekommen und freuen sich nach zwei Tagen mit starkem Schneefall nun auf hervorragende Pistenbedingungen an den kommenden Skitagen“, heißt es auf der Website des Gymnasiums.

Fahrt im Februar

Auch an der Realschule Georgsmarienhütte ist in diesem Jahr noch eine Skifreizeit geplant. Nach heutigem Stand findet sie Anfang Februar statt, erklärt die Schulleitung auf Anfrage unserer Redaktion. Am 2. Februar soll es für Schüler der Stufen sieben und acht dann nach Neukirchen am Großvenediger gehen.

Nicht betroffen sind die Skifans am Gymnasium Oesede. Und das aus gleich zwei Gründen: Das Ziel ist „Le Grand Massif“ in Frankreich an der Grenze zur Schweiz. Und es gehe erst im März los, so Fachobmann Christoph Willmann. Ohnehin bietet das Gymnasium keine Freizeit, sondern einen Skikurs im Rahmen des Sportunterrichts an.

Die Oberschulen in Bad Laer und Glandorf haben auch noch etwas Zeit und können auf Entspannung der Lage hoffen. Maria Narberhaus, Sozialpädagogin an der Ludwig-Windthorst-Schule: „Wir planen für März 2019 eine Skifreizeit. Von dem momentanen Schnee-Problem sind wir dann hoffentlich nicht mehr betroffen.“ Die Bad Laerer wollen vom 1. bis 8. Februar in den Schnee aufbrechen.


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