Bundesbeste in der Ausbildung Die beste Zahntechnikerin kommt aus Osnabrück

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Frieda Ewert mit dem Kausimluator, für den sie verschiedene Gebissprothesen angefertigt hat – sie brachten der jungen Frau die beste Abschlussnote Deutschlands und ein Stipendium ein. Foto: Raphael SteffenFrieda Ewert mit dem Kausimluator, für den sie verschiedene Gebissprothesen angefertigt hat – sie brachten der jungen Frau die beste Abschlussnote Deutschlands und ein Stipendium ein. Foto: Raphael Steffen

Osnabrück. Frieda Ewert ist die Bescheidenheit in Person, und so viel Aufmerksamkeit ist ihr fast peinlich. Aber es lässt sich nicht leugnen: Die junge Osnabrückerin ist die beste Zahntechnikerin Deutschlands.

Seit 2015 hat Ewert ihre Ausbildung beim Traditionsbetrieb Büker Zahntechnik absolviert. Im vergangenen Jahr folgte die Gesellenprüfung – mit einer Eins im praktischen und einer Zwei im theoretischen Teil wurde sie nicht nur Bezirkserste im Handwerkskammerbezirk Osnabrück-Emsland. Sondern auch Landessiegerin Niedersachsen. Und Bundesbeste im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Anfang Dezember wurde die 23-Jährige bei einem Festakt in Berlin in Anwesenheit der „First Lady“ Elke Büdenbender ausgezeichnet.

Geschick und Ausdauer

„Wir sind unheimlich stolz auf unsere Frieda“, sagt ihr Chef, Betriebsinhaber Axel Büker. Umso mehr, da Ewert kein großen Aufhebens um ihre Leistung macht. Für die Prüfung baute Ewert eine Krone mit Geschiebe, eine Teleskopkrone und eine Brücke mit keramischer Verblendung. Die Prothesen wurden in einen Artikulator eingesetzt, der Kaubewegungen simuliert. Dabei machte Ewert keiner etwas vor – Bestnote. „Solch ein herausragendes Ergebnis kann nur mit sehr viel manuellem Geschick und großem persönlichen Engagement, aber auch Geduld und Ausdauer erreicht werden“, so Büker. Nach seinen Angaben gilt die Ausbildung zum Zahntechniker als „die schwierigste und umfangreichste Ausbildung im gesamten deutschen Handwerk“. Sie dauert dreieinhalb Jahre.

Der Meister soll folgen

Büker Zahntechnik bildet regelmäßig aus, nahezu 200 junge Menschen wurden hier schon zu Gesellen. 2018 belegte das Unternehmen an seinen Standorten in Osnabrück und Dresden jeweils die ersten beiden Plätze in den jeweiligen Kammerbezirken. In Osnabrück wurde Christina-Andrea Buchweitz Zweite hinter Frieda Ewert. „Das ist auch eine Leistung des gesamten Teams“, unterstreicht Axel Büker: „Hier ist alles miteinander verzahnt.“

Dank ihrer Leistung wurde Ewert in ein Stipendium aufgenommen – der Meister soll folgen.


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