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Hochzeitsmesse in Osnabrück Sneaker, Monsterablätter und andere Trends bei "Verliebt - verlobt - verheiratet"

Schöne Frauen, schöne Kleider, viel Publikum – die Hochzeitsmesse in der Osnabrückhalle. Foto: Jörn MartensSchöne Frauen, schöne Kleider, viel Publikum – die Hochzeitsmesse in der Osnabrückhalle. Foto: Jörn Martens 

Osnabrück. Die Osnabrücker Hochzeitsmesse bot am Wochenende in der Osnabrückhalle eine Fülle an Ideen und Angeboten für den schönsten Tag im Leben. "Verliebt - verlobt - verheiratet": Das waren die ausgefallensten Brautkleider und Blumensträuße, kuriosesten Torten und individuellsten Ringe.

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues und einen Glückspfennig im Schuh. Altbewährt, neu begehrt. Auf der diesjährigen Messe konnten sich Brautpaare zahlreiche Anregungen für etwas Neues holen. Etwa 80 Aussteller präsentierten bei der Messe alles, was das Herz im Hochzeitsfieber begehrt.

"Diese Torte ist nicht verbrannt"

Tüll und weiße Eleganz in jeder Ecke, auch wenn die klassischen Hochzeitsklischees mit Absicht nicht immer bedient wurden. Denn schlichte Blumensträuße, Prinzessinnenkleider und die typische drei-Schichten-Torte sind nicht mehr so gefragt, wie früher. 

Liebe geht durch den Magen und dürfte in diesem Fall süß und kalorienreich sein. Foto: Jörn Martens

„Die Paare suchen etwas Ausgefallenes, das ganz Klassische will eigentlich keiner mehr“, sagte Konditormeister Jürgen Vügten vom Hof Löbke. Deswegen präsentiert er bei der Messe seine Ideen für essbare Kuriositäten. "Nein... diese Torte ist nicht verbrannt!" steht auf einem Schild, das über einer Torte hängt. 

Foto: Jörn Martens

Sie ist in schwarz verziert und verschiedene grau Töne geben dem Dessert einen edlen und düsteren Beigeschmack. So soll sie an Kohle erinnern und wurde passenderweise auf einem Grill präsentiert. Ein weiterer Blickfang der vorbeigehenden Besucher war die Torte ein paar Reihen weiter: Eine Litfaßsäule im Großstadtflair, die mit essbaren Bildern des Paares plakatiert und mit Graffitis aus Lebensmittelfarbe versehen wurde. 

Die Tortenlitfaßsäule vom Hof Löbke. Foto: Jörn Martens

Beinahe einen Meter ist sie hoch, für kleinere Hochzeitsgesellschaften ließe sie sich auch als "halb-halb-Dummy" backen, zur Hälfte Kuchen, zur Hälfte Attrappe.

Ein Ring im Anderen

Auch bei den Eheringen stellt sich vielen nicht mehr bloß die Frage nach klassischem Gelb- oder Weißgold Es werde immer mehr nach dem Besonderen und Ausgefallenen gefragt, sagte Goldschmiedin Christine Mack von der Goldschmiede Asante und präsentierte zwei ungewöhnliche Ringe. 

Die Ringe als Symbol einer nie endenden Beziehung. Foto: Jörn Martens

Sie sind nur beinahe kreisförmig, denn aus ihnen wurde ein Stück herausgenommen und durch einen anderes ersetzt: Ein Teil des Damenringes wurde in den Herrenring eingearbeitet und ein Teil des Herren- in den Damenring. "So hat man immer einen Teil seines Partners bei sich", sagte Mack. 

Wer gerne selbst kreativ werden und einen einzigartigen Ring anfertigen möchte, für den bietet die Goldschmiede Kurse an, bei denen sich Paare gegenseitig ihre Ringe schmieden können.Dabei bekommt jedes Exemplar seine ganz einzigartige Handschrift.

Zwei Mal am Samstag und zwei Mal am Sonntag bekamen die Besucher die Crème de la Crème der Hochzeitskleider der Messe bei den Modenschauen zu sehen. 

Foto: Jörn Martens

Das teuerste Kleid der Messe war ein aufwendig besticktes Kleid im Boho-Vintage-Stil. "Früher waren die Prinzessinnenkleider total beliebt, heute sind es Vintage-Kleider mit tiefem Dekolletee und Rückenauschnitt", sagte Cathrin Hesping von Brautschön. 

Sneaker statt Pumps 

Hier ein ausgefallenes und dementspechend teures Brautkleid für knapp 2000 Euro. Foto: Jörn Martens

Nach der Zeremonie und zu später Stunde tauschen die Bräute meist ihre hohen eleganten Schuhe gegen bequemere aus, warum also nicht von Beginn an Sneaker tragen? Sneaker sind im Trend und dass sie auch elegant und schick aussehen können, sah man auf dem Stand des Modehauses Hanneken. Es bot Brautschuhe im sportlichen Design an, kombiniert mit Spitze und Stickereien.

Hier wird an Brautfrisuren gearbeitet. Foto: Jörn Martens

Mit Täschchen zum Altar schreiten

Neben Kleid, Schuhen und Ring darf bei einer klassischen Hochzeit der Blumenstrauß natürlich nicht fehlen. Einen besonders kreativen dieser Art präsentierte die Floristin Beate Burghardt. Aus Silberdraht wickelte sie eine edle kleine Tasche, in der die Blumen eingearbeitet wurden. "Das Täschchen passt perfekt zu einer Hochzeit im Standesamt oder einem Hosenanzug", erzählte Burghardt. 

Ein Brautstrauß von Beate Burghardt. Foto: Jörn Martens

Trendmotto des Jahres bei Blumensträußen sei "Greenery", je größer, grüner und pompöser die Blumen, desto besser. Fast einen Meter Durchmesser hat beispielsweise ein ausgestelltes Exemplar bei ihr und wiegt über einen Kilo. Die verwendeten "Monsterablätter" seien bezeichnend für das große Motto.

Impressionen von der Hochzeitsmesse in der Osnabrückhalle. Foto: Jörn Martens



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