Mit Aalhorn und Ambrosius Herren der „Blauen Funken“ feiern bei Busch in Atter

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... und sie marschieren ein: Standarte mit Elferrat und Präsident. Foto: Swaantje Hehmann... und sie marschieren ein: Standarte mit Elferrat und Präsident. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die Karnevalsgesellschaft Eversburger „Blaue Funken“ feierte am Freitag im voll besetzten Saal des Restaurants Busch ihre Herrensitzung. Unter anderem sorgten für Stimmung: Hertas Geschichten über Ambrosius, Ewalds Aalhorn und ein Vertreter der Feuerwehr.

Nach einem reichhaltigen Essen und der Begrüßung durch Präsident Carsten Kandelhart übernahm Sitzungspräsident Horst Allrutz, um durch das Programm zu führen. Der stellte die Forderung, stimmungsmäßig bloß nicht hinter der Damensitzung zurückzubleiben, die nur zwei Tage zuvor am selben Ort über die Bühne gegangen war.

Einen wichtigen Beitrag zur beschworenen Stimmung leisteten die Funkenmariechen mit ihren akrobatischen Tanzeinlagen. Laura Kampling (Foto) vom Tanzcorps Burggarde KG Bevergern machte den Anfang. 

Foto: Swaantje Hehmann


„Was für ein Auftakt“, schwärmte Allrutz, nachdem die 13-jährige Kampling ihr Können präsentiert hatte. Den zweiten Tanz des Abends lieferte Pia Roekens von der Stadtgarde Rheine.

Von Stangen und anderen Kalauern

Nicht fehlen dürfen bei einer Karnevalssitzung natürlich die Spaßmacher. Feuerwehrmann Alfons Abeln erledigte den schwierigen Job des ersten Büttenredners und brachte die Herren zum Schmunzeln mit Gags aus dem Alltag eines (Feuerwehr-)Mannes. Die sprichwörtliche Stange gehe bei ihm zu Hause vom Bad direkt in die Garage, falls die Frau sich mal wieder in der eigenen Handtasche verlaufen habe und spät dran sei. 

Auch Angelika Gausmann alias Herta weiß, was Männer mögen: derbe Kalauer nämlich, bei denen die Figur des Gatten Ambrosius im Mittelpunkt steht. Der sei mittlerweile endlich ein fast perfekter Hausmann: „Der Hundeflüsterer hat mir viel über Männer beigebracht“, scherzte Ehe-Schlachtross Herta, nur im Bett fehle etwas Pep. „Als Tiger gestartet, als Bettvorleger wird er enden.“ 

Wenn Ambrosius „das Zäpfchen dick“ hat, kann das Verschiedenes bedeuten, lernten die Karnevalisten von Herta. Diese Mehrdeutigkeit habe schon zu großer Enttäuschung geführt bei hoffnungsvollen Medizinerinnen. Wie Herta selbst wünschten die sich die meisten derer eben auch einen Mann „Modell Weihnachtsbaum“: „Groß, stattlich und mit einem ordentlichen Ständer.“ 

Aalhorn, nicht Alphorn

Stadtprinz Michael Milinski zog ein, grüßte und nahm Platz, dann ging in die Bütt Ewald, der Aalhornmann mit seinem Aalhorn - nicht zu verwechseln mit dem Alphorn. Die beiden Gegenstände sähen zwar genau gleich aus, dienten aber ganz verschiedenen Zwecken. So sei das norddeutsche Aalhorn auch und vor allem eine Aalreuse, diene also zum Fischfang. Dass sich damit trotzdem trefflich musizieren lässt, führte Ewald vor, unter anderem beim Song „Oh Baby, der Aal ist tot.“ Im Anschluss erfreute DJ Jörg Herzog die Herren mit einem Schunkelmedley, Hilla Heien beendete das Programm mit humorvollen Liedern: Eine runde Herrensitzung mit allem, was dazugehört. 


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