Wettbewerb der Gastronomen "Mein Lokal, Dein Lokal" wird in und um Osnabrück aufgezeichnet

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Die Dreharbeiten zur Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal" fanden am Donnerstag in der Osnabrücker Steakmeisterei statt. Inhaber Tobias Neumann erläutert dem Kamerateam und übrigen Teilnehmern seine Geschäftsidee.  Foto: Jörn MartensDie Dreharbeiten zur Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal" fanden am Donnerstag in der Osnabrücker Steakmeisterei statt. Inhaber Tobias Neumann erläutert dem Kamerateam und übrigen Teilnehmern seine Geschäftsidee. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Die Doku-Soap "Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt's am besten?" wird gegenwärtig in und um Osnabrück gedreht. Fünf Restaurants aus der Region treten gegeneinander an. Es geht um Geld und den "Goldenden Teller", aber auch um Prestige und Vermarktung.

In der Osnabrücker Steakmeisterei  werden an diesem Donnerstagmittag die Messer gewetzt – natürlich nur zu Anschauungszwecken. Der Betreiber des Lokals, Tobias Neumann, führt gerade durch das Restaurant. Im Schlepptau hat er vier Gastronomen und ein ganzes Kamerateam. Abgesehen von Neumann eint hier alle eine Sache: das Warten auf den Fehler. Das mag etwas zynisch sein, so sind aber die Spielregeln. 

Die Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt's am besten?" ist zu Gast in der Region Osnabrück – und die Steakmeisterei steht an diesem Tag unter besonderer Beobachtung. Die Konkurrenten, das sind Gastronomen aus der Region Osnabrück und Münster, bringen alle eine Expertise mit. Ihre Restaurants  betreiben sie aber teilweise mit völlig unterschiedlichen Konzepten. Logisch also, dass jeder Einzelne bei dem direkten Konkurrenten einmal akribisch hinter die Kulissen schaut und kritisch nachfragt. Und Neumann? Der will sich mit seinem Lokal von der besten Seite präsentieren. Wer wird schon gerne von einem direkten Konkurrenten vorgeführt?

Vier von fünf Drehtagen sind bereits vorbei, die Steakmeisterei war der vierte Gastgeber in der Riege der Gastronomen. Am Freitag folgt als letzter Kandidat das Bramscher Lokal Piwo & Vino

"Es geht bei der Sendung darum, sich von anderen Lokalen inspirieren zu lassen, sich Tipps zu holen, Spaß zu haben", sagt Nina Neumann, die Frau des Inhabers. Selbstverständlich wolle man sich gut darstellen. Und klar: "Die Sendung zu gewinnen, das wäre natürlich auch schön."    

Die Steakmeisterei habe sich nicht großartig auf den Drehtag vorbereitet. "Die Anspannung war im Vorfeld da, aber das hat sich recht schnell gelegt", sagt Nina Neumann. Steakmeisterei-Inhaber Tobias muss unterdessen vor der Kamera abliefern.  

So funktioniert die Sendung

Die Teilnehmer treffen sich im Rahmen der Produktion jeweils wochentags in einem Lokal des Konkurrenten, die Sendung ähnelt dem Prinzip der Sendung "Das perfekte Dinner" – nur eben mit Branchenprofis. Die Gastronomen bewerten dabei jeweils unterschiedliche Aspekte: das Essen, das Preis-Leistungsverhältnis, das Ambiente, die Sauberkeit und den Service. Eine vorherige Begehung der Räumlichkeiten und Küche am Drehtag ermöglicht den Gastronomen und Zuschauern der Sendung einen Blick hinter die Kulissen.  

Die Teilnehmer bewerten am Ende des Drehtages die jeweiligen Lokale meiner einer Punktzahl zwischen 1 und 10 Punkten. Zuvor gibt es ein Abendessen, die Kandidaten bestellen á la carte während des täglichen Restaurantbetriebs. Nach den einzelnen Gängen wird der Inhaber jeweils mit Kritik konfrontiert, auf die er reagieren kann. Die Kandidaten entscheiden dann, ob es Punktabzug gibt, oder nicht. Das Restaurant mit den meisten Punkten erhält ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro und eine Trophäe, den sogenannten "Goldenen Teller". 

Als zusätzliche Wertung fließt die Expertise von Fernsehkoch Mario Kotaska mit ein. Kotaska wird demnächst in jedem einzelnen Restaurant vorbeischauen, um mit den Küchenchefs zu kochen. Wer am Ende die Sendung gewonnen hat, erfahren die Teilnehmer somit erst nach den eigentlichen Drehtagen per Telefon.     

Hier wird die Sendung übertragen

Die Sendung wird im Fernsehn auf Kabel1 übertragen, ein konkreter Termin ist allerdings noch nicht bekannt. "Mein Lokal, Dein Lokal" läuft für gewöhnlich wochentags um 17.55 Uhr. Die Produktionsleiterin Jutta Kleinsteuber erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass die Sendung in drei Monaten, folglich also Mitte April, ausgestrahlt werden soll. 

Das sind die Teilnehmer

Das Wirtshaus "Zur Post"  in Münster-Nienberge hat sich auf die deutsche Küche spezialisiert. Gastronom Bernd Ringel betreibt das Lokal seit April 2017, er setzt auf eine regionale Auswahl bei den Zutaten. Das Lokal blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1850 werden hier Feste gefeiert. 

Im Pipavino Marlene und Martin wird klassisch italienisch gekocht. Auf dem Teller landen Pizza und Pasta, Antipasti und Fisch. Das Restaurant liegt nur einen Sprung entfernt vom Münsteraner Allwetterzoo. Inhaberin Marlene Do Nascimento Morais hat sich "nach langer Reise entschlossen, in Münster heimisch zu werden, um den Gästen ein Gefühl von Urlaub zu vermitteln".

Traditionelle trifft auf gehobene Küche mit Finesse, unter diesem Slogan begrüßt Ryan Stephens, der Inhaber des Pfeffer&Minze in Bad Iburg seine Gäste. Mit Leidenschaft und dem richtigen Fingerspitzengefühl, sagt der Chef, werden Gerichte geschaffen, die jedem Gaumen schmeicheln. 

Im Juni 2014 eröffneten Tobias Neumann am Heger Tor in Osnabrück die Steakmeisterei. Das Markenzeichen des Lokals: Hochwertiges Fleisch aus regionalem Anbau. Wie sollte es auch anders bei dem Namen des Lokals sein? 

Das Piwo & Vino ist ein familiengeführtes Restaurant in Bramsche. Kristian Wolski, der Juniorchef, führt das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Marek. Das Lokal hat eine große Auswahl an Weinen und Bieren zu bieten, es wird die traditionelle polnische Küche angeboten. Bis zum Sommer vergangenen Jahres hieß das Lokal noch "Seltenheit", nach einem Coaching des Fernsehkochs Frank Rosin wurde es umbenannt.  

 


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