Einzelhandel will nicht mehr Jetzt ist Schluss mit verkaufsoffenen Sonntagen in Osnabrück

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Ira Klusmann (Vorstandsvorsitzende Osnabrücker City Marketing),Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister) und Petra Rosenbach (Geschäftsführerin Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH). Foto: Swaantje HehmannIra Klusmann (Vorstandsvorsitzende Osnabrücker City Marketing),Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister) und Petra Rosenbach (Geschäftsführerin Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH). Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück . Der Osnabrücker Einzelhandel will nicht mehr: Er verzichtet bis auf Weiteres auf verkaufsoffene Sonntage. Die Kaufmannschaft ist die Auseinandersetzung mit der Gewerkschaft Verdi leid.

 „Die Unsicherheit ist zu groß, wir machen das nicht mehr mit“, sagte die Vorsitzende des Osnabrücker City-Marketings (OCM), Ira Klusmann, beim Marketing-Empfang am Mittwochabend im Rathaus. Im Oktober hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg zwei Tage vor dem geplanten verkaufsoffenen Sonntag einer Klage der Gewerkschaft Verdi stattgegeben. Die Geschäfte blieben zu, aller Aufwand war umsonst. Wegen der Rechtsunsicherheit hatte der Handel für 2019 nur einen offenen Sonntag am 14. April angepeilt. Auch der ist nun abgesagt. (Weiterlesen: Sonntagsöffnung: Rechtssicherheit muss her - ein Kommentar)

Etwas mehr Gelassenheit im Verkehr

Zum Marketing-Neujahrsempfang von OCM, der Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) und der Stadt trafen sich am  Mittwoch etwa 100 Akteure aus Handel, Gastronomie und Tourismus im Rathaus. Weitere Themen waren das Baustellen-Management in der Stadt, der explosionsartig wachsende Hotelmarkt und die Anstrengungen des Marketings, Osnabrück als Kongressstadt noch besser im Markt zu platzieren.

In einem von Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer moderierten Podiumsgespräch erneuerte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert seinen Appell, den er schon in seiner Handgiftenrede am Montag erhoben hatte: etwas mehr Gelassenheit beim Umgang mit den Baustellen und den daraus folgenden Verkehrsbehinderungen. Osnabrück stecke wie fast alle Großstädte in einem Aufbruch.

"Früher haben wir die Kräne gezählt und uns gefreut, dass es vorangeht."Wolfgang Griesert

Noch mehr Hotels

Ira Klusmann, OCM-Vorsitzende und im Hauptberuf Managerin des Remarque-Hotels, äußerte sich besorgt über das starke Wachstum der Bettenzahl in Osnabrück. Sie ließ anklingen, dass über die derzeit geplanten Neubauprojekte am Neumarkt und an der Johannisstraße hinaus weitere Hotelvorhaben in der Innenstadt geprüft werden. 

OMT-Chefin Petra Rosenbach kündigte verstärktes Engagement im Kongressgeschäft an. Zwei neue Stellen sind geschaffen worden mit dem Ziel, die Osnabrück-Halle und andere Tagungsmöglichkeiten in der Stadt noch besser zu profilieren und auszulasten.



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