Radboxen in Osnabrück Batterie leer: Fahrradbesitzer kommen nicht mehr an ihre Räder

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Eine Fahrradbox an der Ecke Liebigstraße/Bohmter Straße im Osnabrücker Stadtteil Gartlage. Archivfoto: Hendrik SteinkuhlEine Fahrradbox an der Ecke Liebigstraße/Bohmter Straße im Osnabrücker Stadtteil Gartlage. Archivfoto: Hendrik Steinkuhl

Osnabrück. Nach nur vier Monaten ist der Akku leer und das Rad gefangen: Fahrradbesitzer, die ihre Räder in einer städtischen Fahrradbox an der Liebigstraße unterstellten, kommen seit Weihnachten nicht mehr an ihre Drahtesel. Eine weitere Box ist betroffen, doch die war zum Zeitpunkt des Batterieausfalls leer.

Sechs Fahrradgaragen stehen in der Gartlage-Süd. Die Nutzer schließen mit der Stadt einen Vertrag, die Nutzung ist bis Ende 2023 kostenlos, denn die Boxen sind Teil des Förderprojekts des Bundes „Radverkehr stärken im Gebiet Gartlage Süd”. Mit einem Transponder lassen sich die Garagen öffnen – sofern die Batterie der Garage eben nicht leer ist.

Das ist bei der Box an der Ecke Liebig- und Klosterstraße der Fall, die darin geparkten Räder sind in der Box gefangen. Ein Leser unserer Zeitung schrieb am Montag, seit Heiligabend komme er nicht mehr an sein Rad heran.

Die Boxen

Die Boxen stammen vom niederländischen Hersteller Fietsenhanger. Eine Box kostet rund 5000 Euro. 90 Prozent der Anschaffungskosten werden gefördert – insgesamt 18 Boxen in der Gartlage-Süd mit insgesamt 90 Abstellplätzen. Auch Hauseigentümer können Boxen für ihr Grundstück und ihre Mieter beantragen, dürfen für die Nutzung aber kein Geld verlangen.

Stadtsprecher Gerhard Meyering bestätigt auf Anfrage: Die Verwaltung sei am 27. Dezember von einem Nutzer über den Batterieausfall eines Schlosses informiert worden. Bei zwei Boxen sei das derzeit der Fall, in einer stünden aber keine Räder. Am 3. Januar habe die Verwaltung reagiert – die Verzögerung sei auf die Feiertage zurückzuführen, so Meyering.

Ursache unklar

„Eigentlich sollen die Spezialbatterien drei Jahre lang halten“, sagt Meyering. Warum die Batterien zweier Boxen nun schon nach vier Monaten leer seien, sei unbekannt. „Das hat uns selbst überrascht.“ Alle Nutzer der Garagen habe die Verwaltung per E-Mail informiert, sofern die Adresse bekannt sind.

Meyering versichert, das Problem werde behoben. Ein Techniker des Hersteller Fietshangar werde am Mittwoch erwartet, um die Batterien aller sechs Boxen auszutauschen. Auf die Stadt kämen keine Kosten zu, da es sich um einen Garantiefall handele, sagt Meyering. Nach dem Austausch der Batterien werde die Stadt die Nutzer der Boxen informieren.

18 Boxen geplant

Die ersten sechs der geplanten 18 Boxen stehen seit Ende August im Bereich der Liebigstraße. Sie sind – zumindest in der Theorie – rund um die Uhr nutzbar und schützen die Räder vor Dieben und Wettereinflüssen. Mit einer Schlüsselkarte können die Boxen geöffnet werden.

Die ersten sechs Aufstellorte

Die ersten sechs Radboxen stellte die Stadt an folgenden Orten auf: 
  • Ecke Liebig- und Sandbachstraße
  • Ecke Liebig- und Klosterstraße
  • Ecke Alte Post- und Luisenstraße (für SKM)
  • Ecke Liebig- und Bohmter Straße
  • Ecke Bohmter- und Baumstraße
  • Ecke Liebig- und Krelingstraße 
Das Fördergebiet „Gartlage-Süd” liegt zwischen Alte Poststraße/Bohmter Straße im Süden, der Bahnlinie im Westen, Nonnenpfad/Knollstraße/Lange Wand im Norden und den Freiflächen neben der Halle Gartlage im Osten.
Fragen und Antworten zu den Radboxen finden Sie auf www.osnabrueck.de/radboxen. Dort finden Sie auch den Nutzungsvertrag.


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