Ein Bild von Sandra Dorn
11.01.2019, 14:23 Uhr STELLSCHRAUBEN FINDEN

In Sachen Armut bewegt sich in Osnabrück seit Jahren nichts

Von Sandra Dorn


Rund 2000 Rentner in Osnabrück sind auf staatliche Hilfen angewiesen. Symbolfoto: Stephanie Pilick/dpaRund 2000 Rentner in Osnabrück sind auf staatliche Hilfen angewiesen. Symbolfoto: Stephanie Pilick/dpa

Osnabrück. Tafel, Familienzentren, Beratungsstellen: Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen gibt es in Osnabrück viele.

Am deutlichsten wird das immer bei einem Besuch der Bahnhofsmission. Am Eingangstor zur Stadt können ihre Mitarbeiter wie die Spinne im Netz auf ein breites Netzwerk zurückgreifen, wenn es darum geht, Menschen in Not an die passenden Einrichtungen zu verweisen. Dieses gut funktionierende Netzwerk ist etwas, worauf Osnabrück stolz sein kann.

Braucht es da tatsächlich einen Sozialplaner, eine weitere hoch bezahlte Stelle in der Stadtverwaltung? Vielleicht ist das tatsächlich so. Denn die Quote der Kinder, die in Armut leben, die Zahl der Langzeitarbeitslosen und der Betroffenen von Altersarmut bleibt seit Jahren auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Da bewegt sich gar nichts. Insbesondere arme Familien fallen oft durchs Raster, da Angebote wie die Kindermahlzeit, die gesunde Mittagessen für symbolische 50 Cent anbietet, nur einen Bruchteil der Betroffenen erreichen. Und Menschen in Altersarmut droht die Isolation.

Wenn es noch Stellschrauben gibt, um diese Gruppen aufzufangen, sollte die Stadt sie finden und anziehen.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN