Die Marotten der Puppenspielerin Kabarettistin Andrea Bongers im Universum in Bramsche

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Herr Sattmann ist auch dabei, wenn Puppenspielerin und Kabarettistin Andrea Bongers am Mittwoch nach Bramsche kommt. Foto: Anja PaapHerr Sattmann ist auch dabei, wenn Puppenspielerin und Kabarettistin Andrea Bongers am Mittwoch nach Bramsche kommt. Foto: Anja Paap

Bramsche. Andrea Bongers steht am Mittwoch, 16. Januar, nicht alleine auf der Bühne des Bramscher Universums. Die Puppenspielerin kommt mit einer Gruppe „textiler Alter egos“, die in ihrem Programm „Gebongt! Mutti hat strumfrei“ stichelnd, schmeichelnd und profunde bösartig in sämtliche Fettnäpfchen treten.

Die 1965 geborene Andrea Bongers war 1988 zum ersten Mal Mitglied des Teams von „Hallo Spencer“. Später war sie auch bei der „Sesamstraße“. Dort lieh sie den Puppen ihre Stimme und führte sie durch die Handlungen. Aber sie spielte nicht nur für Kinder mit Puppen, sondern wirkte seit den Achtzigerjahren in verschiedenen Musicals mit, die oftmals im Schmidt Theater in Hamburg gespielt wurden.

Angesichts dieses Hintergrunds mag der Verdacht nahe liegen, dass Andrea Bongers mit ihrem Programm „Gebongt! Mutti hat sturmfrei“ nun endlich den Kinderschuhen entwachsen ist. Aber das wäre falsch kombiniert. Die Puppenspielerin und Kabarettistin kämpft sich durch das Minenfeld zwischen Jugendwahn und Schaukelstuhl.

Zu viel Zeit

Was kommt nach der Zeit mit dem oder den Kindern? Was fängt eine Frau wie Andrea Bongers mit der frei gewordenen Zeit an? Diese Frage stellt sie sich in ihrem Programm. Da sie ja nicht auf den Kopf gefallen ist, fallen ihr mehrere Möglichkeiten ein: Zum Beispiel zum Sohn ziehen, der nun in einer Studenten-WG wohnt und sicher noch die eine oder andere Unterstützung von der Mutti gebrauchen könnte. Oder einen Hund anschaffen, denn „Das letzte Kind trägt Fell“, wie es Andrea Bongers beschreibt.

Gespaltene Persönlichkeit

Doch sie ist nicht die Einzige, die sich Gedanken macht. Auch ihre „textilen Alter egos“, also ihre Puppen, spielen mit ihren Gedanken. Mit dabei hat sie Das Schaf, das ihre animalische Seite symbolisiert, den Journalisten und aus der „WDR Ladies Night“ bekannten Supermacho Uwe Sattmann, den lila loverboy Manolo Panik und die Sexualtherapeutin und Schlange Sissi Snake. „Mit den Puppen kann ich verschiedene Charaktereigenschaften von mir ausleben und sichtbar machen“, sagte Bonders der Hamburger Morgenpost und ergänzte: „Wenn alles gut klappt, trete ich mit ihnen in einen Dialog und die Zuschauer nehmen uns als verschiedene Personen wahr.“

So werden die Bramscher die verschiedenen Marotten der Andrea Bongers an einem Abend kennen lernen dürfen. Das Programm sei eine „eine musikalische, quirlige und kunterbunte Collage, die sich mit der zweiten Lebenshälfte beschäftigt“, schrieb die Mopo. Die Zuschauer in Bielefeld erlebten im November 2018 einen laut Neuer Westfälischen Zeitung „sehr unterhaltsamen Abend, den die Zuschauer sicher nicht ohne Konfrontation mit persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen des Mutterseins amüsiert hinter sich ließen.“

Andrea Bongers, Universum, Bramsche, Mi., 16. 1., 20 Uhr, Eintritt: 15 Euro. Kartentelefon: 05461/61161.


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