Figurentheater aus Bremen „Peterchens Mondfahrt“ gastierte in Lagerhalle Osnabrück

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Peterchens Mondfahrt - Der Kinderbuchklassiker als Figurentheater im Spitzboden der Lagerhalle. Foto: Swaantje HehmannPeterchens Mondfahrt - Der Kinderbuchklassiker als Figurentheater im Spitzboden der Lagerhalle. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Mit zwei Aufführungen von „Peterchens Mondfahrt“ gastierte das Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ am Freitag im gut besuchten Spitzboden der Lagerhalle. 

Maikäfer, flieg! Eine Lichtlampe wirft den Schatten von Herrn Sumsemann auf eine samtene Mondscheibe, als der mit Peterchen und Anneliese zur Suche nach seinem verlorenen sechsten Beinchen aufbricht. Vor der Bühne sitzen die Kinder auf einem Teppich und verfolgen gebannt den weiteren Verlauf von „Peterchens Mondfahrt“. Im Dezember 1912 erstmals als Märchenspiel aufgeführt, ging Gerdt von Bassewitzs Märchenklassiker am Freitag als Gastspiel des Bremer Figurentheaters „Mensch, Puppe!“ im Spitzboden der Lagerhalle über die Bühne.

Konzipiert als 40-minütiges Figurenspiel für ein Publikum ab drei Jahren (Regie: Philip Stemann), fungierte Puppenspielerin Jeannette Luft in zwei aufeinander folgenden Aufführungen als Erzählerin und Gehilfin des Sandmännchens, die das Publikum in eine Mondwelt voller Märchenwesen und Naturgeister mitnahm. Dabei agierte sie mit den Tischpuppen und Schattenfiguren zwischen Sternenwiese, Weihnachtswiese und Kaffeeklatsch bei der schönen Nachtfee (Puppenbau und Bühne: Matthias Hänsel).

Weihnachtsweise zog in den Bann

Besonders die auf einem Tisch errichtete Weihnachtswiese mit Weihnachtsmann, Tannenbaum und Geschenken zog viele Kinder in den Bann. Zum Lachen reizte dagegen der froschähnliche Wassermann in seiner Waschschüssel gesetzt oder die quietschige Stimme des Maikäfers Sumsemann. Daneben schimmerte indes auch die Moral von 1912 durch. So wurden Peterchen und Anneliese vom Sandmännchen darüber belehrt, dass die Strahlenkronen der Sternenmädchen durch unartige Kinder auf der Erde befleckt würden. Und der böse Holzdieb muss für seine am Sonntag begangene Freveltat ein Dasein als einsamer Mondmann fristen.

Dieser Mondmann wirkte mit Hilfe eines varibalen Tisches, gelbem Stoff und Klappmaulmaske wie ein riesiges Mondgesicht, das sich von Peterchen gerne mit roten Äpfelchen füttern ließ. Märchenzauber verströmte wiederum die schöne Nachtfee mit rosa Schleiergewand und goldenem Diadem (Kostüme: Jennifer Podehl). Wassermann, Donnermann und Sturmriese wurden ergänzt durch den sächselnde Milchstraßenmann, der in der Uniform eines französischen Gendarms für Ordnung sorgte.

Im Anschluss an das Stück gab es für die Kinder Gelegenheit, sich mit Jeannette Luft die Puppen und Figuren genauer anzuschauen.


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