Das wird teuer Jugendliche lösen Feueralarm bei Galeria Kaufhof in Osnabrück aus

Von PM und Jörg Sanders

Galeria Kaufhof in Osnabrück. Archivfoto: Michael GründelGaleria Kaufhof in Osnabrück. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Das könnte teuer werden: Drei Jugendliche haben sich am Donnerstagabend einen Scherz erlaubt und bei Galeria Kaufhof grundlos den Feueralarm ausgelöst. Den Einsatz der Feuerwehr wird ein 15-Jähriger wohl zahlen müssen.

Gegen 19.40 Uhr, nach Ladenschluss, hatten die drei Jugendlichen grundlos den Alarmknopf in dem Kaufhaus gedrückt. Angestellte beobachteten, wie die Schüler aus dem Gebäude rannten und hielten sie auf. Warum sie nach Ladenschluss noch in dem Gebäude waren, ist unklar.

Ein 15-Jähriger habe letztlich zugegeben, den Alarmknopf gedrückt zu haben, teilte die Polizei mit. Auf ihn komme nun erheblicher Ärger zu: Die Polizei ermittelt wegen des Missbrauchs von Notrufen und der Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln – einer Straftat. Ferner, so die Polizei, werde der 15-Jährige wohl das Ausrücken der Berufsfeuerwehr bezahlen müssen, immerhin einige hundert Euro.

Das Gebäude musste nicht evakuiert werden, da sich keine Kunden mehr in dem Gebäude befunden hatten.

Wann Fehlalarme bezahlt werden müssen

Seit Dezember 2012 müssen Niedersachsens Kommunen Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen (BMA) in Rechnung stellen. So will es das Niedersächsische Brandschutzgesetz.
Die Stadt Osnabrück stellt aber nicht alle Fehlalarme in Rechnung. Wohl aber, wenn die Betreiber ihre BMA unzureichend warten lassen oder Bauarbeiter einen Fehlalarm etwa durch Schweißarbeiten fahrlässig auslösen. Auch vorsätzlich und grundlos ausgelöste Alarme kann die Stadt in Rechnung stellen Denn so ein Einsatz kann schnell in die Tausende gehen, und andernfalls bliebe der Steuerzahler auf der Rechnung sitzen. Die Kosten für Einsätze in Osnabrück regelt die Gebührensatzung der Feuerwehr.


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