Fritz Brickwedde meldet sich zu Wort Osnabrücker CDU-Chef: Merz soll bei Landtagswahlen im Osten antreten

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Fritz Brickwedde (Foto) sagt, Friedrich Merz sollte 2019 in Brandenburg oder Thüringen zur Wahl antreten. Foto: Swaantje HehmannFritz Brickwedde (Foto) sagt, Friedrich Merz sollte 2019 in Brandenburg oder Thüringen zur Wahl antreten. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der Vorsitzende der Osnabrücker CDU, Fritz Brickwedde, hat sich in der innerparteilichen Diskussion um die politische Zukunft von Friedrich Merz zu Wort gemeldet: Merz solle bei einer Landtagswahl 2019 als Spitzenkandidat antreten.

Brickwedde bringt Merz für die Landtagswahlen in Brandenburg oder Thüringen ins Gespräch. In Brandenburg wird am 1. September gewählt, in Thüringen am 27. Oktober 2019. 

Merz könne bei einer Landtagswahl  zeigen, ob es ihm gelinge die AfD zu halbieren, und die CDU mit einem Ministerpräsidenten Merz wieder in die Regierung zu bringen, schreibt der Osnabrücker CDU-Chef in einer Mitteilung. In Thüringen steht die AfD laut Umfragen bei 22 Prozent. "Wenn es Friedrich Merz tatsächlich gelingt, die AfD zu halbieren und damit den rechtsextremsten AfD-Politiker Höcke vom nationalistischen Sockel zu stoßen, wird die CDU mit Abstand die stärkste Partei", so Brickwedde.  

Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz auf dem Landesparteitag der CDU-Sachsen.Foto: Jan Woitas/dpa


Ähnlich sei die Ausgangssituation in Brandenburg, meint Brickwedde. Auch dort gehöre der AfD-Landesvorsitzende zum rechtsextremen Flügel dieser Partei. In Brandenburg hätte die CDU mit einem starken Spitzenkandidaten zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung die Chance, den Ministerpräsidenten zu stellen.

Die ostdeutschen Landesverbände hätten sich beim Bundesparteitag in Hamburg mehrheitlich für Friedrich Merz als CDU-Bundesvorsitzenden ausgesprochen. Jetzt hätten sie die Chance, mit Merz als Spitzenkandidat Landtagswahlen zu gewinnen. "Und Friedrich Merz könnte zeigen, dass er in einem Bundesland siegen und regieren kann. Das wäre eine Voraussetzung für weitere Überlegungen in Richtung Bundestagswahl 2021," so Brickwedde .

Am 11.und 12. Januar solle der CDU-Bundesvorstand in seiner Klausurtagung dieses Thema beraten. Eine Spitzenkandidatur in einem Bundesland sei viel naheliegender für Merz als ein Wechsel ins Bundeskabinett, meint Brickwedde.

Politik-Rückkehrer Friedrich Merz hatte beim Bundesparteitag in Hamburg knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren. Seither wird in der Partei diskutiert, wie Merz in die Parteiarbeit eingebunden werden kann, um konservative Wähler zu halten oder zurück zu gewinnen. Merz hatte in seinen Bewerbungsreden immer wieder versichert, er könne als CDU-Bundesvorsitzender Wählerstimmen von der AfD zurückgewinnen und deren Stimmenanteil um die Hälfte reduzieren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN