Bau beginnt in 2019 Drei Bäume müssen neuer Sporthalle in Lüstringen weichen

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Für den Neubau der Sporthalle an der Wald- und Bergschule Lüstringen müssen drei Bäume gefällt werden. Foto: Michael GründelFür den Neubau der Sporthalle an der Wald- und Bergschule Lüstringen müssen drei Bäume gefällt werden. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Im kommenden Jahr soll die marode Sporthalle im Osnabrücker Stadtteil Lüstringen einem modernen Neubau weichen. Schon jetzt müssen dafür drei Bäume gefällt werden.

Die aus den 1950er Jahren stammende Halle wird – oder vielmehr wurde – gleichermaßen von der Berg- und der Waldschule Lüstringen genutzt. Bis zum August 2017: Während turnusmäßigen Untersuchungen stellte ein Ingenieurbüro im Auftrag der Stadt teils massive Schäden am Dach fest. Konkret hatte sich das Tragwerk des Gebäudedaches seitlich verschoben. Wegen der Einsturzgefahr wurde das Gebäude gesperrt und steht den beiden Schulen sowie den Sportvereinen aus dem Stadtteil seither nicht mehr zur Verfügung.

Foto: Michael Gründel

Schnell war klar: Die Halle muss mindestens aufwendig saniert werden, damit sie weiter genutzt werden kann. Der Osnabrücker Stadtrat entschied sich im März 2018 jedoch gegen eine Sanierung und für einen Neubau einer Zweifeld-Halle an gleicher Stelle. Kostenpunkt: rund 3,92 Millionen Euro. In den Osterferien wird zunächst das marode Gebäude abgerissen, anschließend wird mit dem Neubau begonnen. Weil die Ausmaße der Halle nach Angaben der Stadt größer sind die der alten, werden noch in den Weihnachtsferien drei Bäume gefällt.

Gesperrte Sporthalle in Lüstringen

Die Sporthalle der Grundschule und der Förderschule im Stadtteil Darum/Gretesch/Lüstringen wurde nach Angaben der Stadtverwaltung im Jahr 1955 errichtet, 1966 wurde sie um eine Gymnastikhalle erweitert. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt einige Arbeiten an der Halle ausführen lassen. So wurden ein neuer Sportboden verlegt und Prallwände eingebaut. Der baulich notwendige zweite Rettungsweg der Galerie wurde 2014 hergestellt.

Die Verwaltung prüfte vor der Ratsentscheidung mehrere Varianten: Eine Grundsanierung der Halle wäre beispielsweise mit 2,3 Millionen Euro deutlich günstiger gewesen, hätte aber die Probleme und Zwänge im östlichen Osnabrücker Stadtteil nicht lösen können. Zwar würde eine Einfachhalle mit angegliedertem Gymnastikraum genügen, um den Grundbedarf der Schulen und Vereine zu erfüllen. Allerdings können in dieser kleineren Halle einige Sportarten wie Handball, Fußball oder Hockey nicht regelkonform ausgeübt werden. 

Für den Neubau der Sporthalle an der Berg- und der Waldschule Lüstringen müssen drei Bäume gefällt werden. Foto: Michael Gründel

Zudem sollen Berg- und Waldschule in Ganztagsschulen umgewandelt werden, die für das nachmittägliche Sport-AG-Angebot Hallenkapazitäten brauchen. Nicht zuletzt steht dem Stadtteil laut Sportentwicklungsplan eine große Sporthalle zu. Schon jetzt besteht in den östlichen Stadtteilen rechnerisch ein Defizit an Hallenfläche. Die neue Halle soll mit einer Tribünenanlage ausgestattet werden und eine Größe von 22 mal 44 Meter besitzen.


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