Mit Chabo und Co. bis nach Leipzig Geflügelzüchter aus Osnabrück und dem Landkreis nahmen an großer Jubiläumsschau teil

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Mit schönen Erinnerungen und neuen Erfolgen zurück aus Leipzig: Angelika Gruhn mit einem Marans-Hahn, Fabian Gruhn mit einem Elsterkröpfer, Hartmut Gruhn mit einem Zwerg-Marans-Huhn, Werner Helmich mit einer Mokee-Taube und Sven Böhm mit einem Chabo-Hahn (von links). Foto: Carolin HlawatschMit schönen Erinnerungen und neuen Erfolgen zurück aus Leipzig: Angelika Gruhn mit einem Marans-Hahn, Fabian Gruhn mit einem Elsterkröpfer, Hartmut Gruhn mit einem Zwerg-Marans-Huhn, Werner Helmich mit einer Mokee-Taube und Sven Böhm mit einem Chabo-Hahn (von links). Foto: Carolin Hlawatsch

Osnabrück. Ein Höhepunkt im Jahresverlauf 2018 der Osnabrücker Geflügelzüchter war die Teilnahme an der größten Rassegeflügelschau Europas vom siebten bis neunten Dezember in Leipzig. Die Züchter waren besonders feierlich gestimmt, denn diese nationale Siegerschau jährte sich zum 100.Mal.

„Toll, dass die Jubiläumsveranstaltung an ihren Ursprungsort zurück gekehrt ist. Die allererste Nationale wurde im Februar 1893 in Leipzig organisiert“, berichten fünf der insgesamt rund 120 Geflügelzüchter aus den Osnabrücker Vereinen „Vereinigung der Rassetaubenzüchter Nordwestdeutschlands“ und „Rassegeflügelzuchtverein Osnabrück“. 

43.667 Vögel wurden in Leipzig von 4160 Ausstellern präsentiert und von 550 Preisrichtern bewertet. Osnabrück und sein Landkreis waren dabei mit 168 Tieren vertreten. Bereits Mittwochs verfrachtete der passionierte Hobbyzüchter Hartmut Gruhn aus Hasbergen seine Hühner und die vieler anderer Züchterkollegen in einen Transporter und brachte sie zum Schaugelände nach Leipzig, wo sie Donnerstags bewertet wurden. Für Hartmut Gruhn ging es dann erstmal wieder zurück nach Hause.

Freitags brach eine Delegation von 14 Züchtern aus Osnabrück und Umgebung auf, um die Ergebnisse in Leipzig entgegen zu nehmen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die teilweise von weit her angereist waren, zum Beispiel aus Indien oder Saudi Arabien. „Wir sind zwar verrückt nach diesem Hobby, aber auch bei uns dreht sich nicht das ganze Leben nur um das Geflügel“, betonte Familie Gruhn und schwärmte daraufhin von weiteren Aktivitäten in Leipzig wie dem Besuch des Zoos, des Weihnachtsmarkts und nicht zu vergessen die geselligen Abende mit den Vereinskollegen. 

Die Hühnerasse Marans stammt aus gleichnamiger Stadt in Frankreich und wird in „Normal-“ als auch in Zwerg-Form gezüchtet: Zwerg-Henne (links) und großer Hahn (rechts). Foto: Carolin Hlawatsch


18 verschiedene Rassen hatte die Delegation zur Schau mitgebracht, darunter Hühner wie Chabo, Marans und Orpington, Tauben wie Elsterkröpfer, Mokee und Usbekische Tümmler sowie Nonnen- Pommern- und Kanadagänse. Vor der Veranstaltung wurden die Tiere mit lauwarmem Wasser gewaschen, die Kämme der Hähne mit Öl oder Melkfett einbalsamiert, damit diese schön rot glänzen. An den Aufenthalt im Schau-Käfig und an die Hände der begutachtenden Menschen würden die Vögel bereits von klein auf zuhause in den Volieren gewöhnt.

Sven Böhm aus Osnabrück, mit seinen 28 Jahren einer der jüngsten Geflügelzüchter, schnitt in Leipzig besonders gut ab, hatte er doch im vergangenen Jahr viel Zeit und Energie in die Zucht seiner japanischen Chabo-Zwerghühner investiert. Insgesamt erreichten die Osnabrücker Vereine mit ihren 168 Tieren 107 hohe Bewertungsnoten: sechs Mal „vorzüglich“ (mit 97 von 97 möglichen Punkten), 13 Mal „hervorragend“ (mit 96 von 97 möglichen Punkten) und 88 Mal „sehr gut“ (mit 93 bis 95 Punkten). 


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