zuletzt aktualisiert vor

Nach dem Vorbild Greta Thunbergs Schüler demonstrieren in Osnabrück für das Klima

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Erneut haben am Freitag Schüler aus Stadt und Landkreis Osnabrück nach dem Vorbild der 15-jährigen Greta Thunberg aus Schweden gestreikt und demonstriert. Der inzwischen weltweite Schülerprotest richtet sich gegen die globale Klimapolitik.

Um 10 Uhr am Freitagmorgen begann der Streik am Harmannsbrunnen. Um 13 Uhr gab es eine Kundgebung, anschließend zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zur Osnabrück-Halle. Dieser war bei der Stadt angemeldet, bestätigte Stadtsprecher Gerhard Meyering. 

Die Polizei hatte die Demo nicht begleitet. Da sie nur durch die Innenstadt verlief, habe die Polizei sie nicht absichern müssen, sagte Polizeisprecher Frank Oevermann.

15-Jährige wird weltweit zum Vorbild

Weltweit treten inzwischen jeden Freitag Schüler in den Streik, um gegen die Klimapolitik der Erwachsenen ein Zeichen zu setzen. In Osnabrück nahmen Schüler vergangenen Freitag das erste Mal an dem Streik teil. Das Motto: Fridays for future (Freitage für die Zukunft). Bundesweit streikten am Freitag Tausende Schüler.

Vorbild der weltweiten Bewegung: die 15-jährige Greta Thunberg aus Schweden. Sie protestiert seit Monaten jeden Freitag gegen den Klimawandel statt zur Schule zu gehen. Auf dem jüngsten Weltklimagipfel in Kattowitz redete sie den Politikern mit einer beeindruckenden Rede ins Gewissen.

Rückhalt vieler Lehrer

Den beiden 18-jährigen Schülern Linus (Gesamtschule Schinkel) und Jan (Gymnasium in der Wüste) zufolge hatten sich rund 60 Schüler aus Stadt und Landkreis Osnabrück sowie ein paar Studenten an der Aktion am Freitag beteiligt. „Viele Lehrer finden es gut, manche sind dagegen“, versicherte Jan. Bislang seien ihm keine Schüler bekannt, die wegen des Streiks sanktioniert wurden.

Protest geht weiter

Der Protest soll am 11. Januar weitergehen. Für den 18. Januar sei eine größere Aktion geplant. Die Bewegung komme vermehrt in Fahrt. „Denn jeder wird vom Klimawandel betroffen sein“, sagt Jan. Sie fordern, auch regional und lokal müsse mehr für den Klimaschutz passieren. Eine Forderung, die sich an die Politiker aus Stadt und Landkreis wandte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN