Weihnachtsaufführung in der Fabi 70 Kinder, 50 Erwachsene, ein Musical

Von Niklas Golitschek

Kleine Engel: Beim Weihnachtsmusical „Fünf Brote und zwei Fische zu Weihnachten“ hatten die Kinder in der Fabi eine Menge Spaß. Foto: André HavergoKleine Engel: Beim Weihnachtsmusical „Fünf Brote und zwei Fische zu Weihnachten“ hatten die Kinder in der Fabi eine Menge Spaß. Foto: André Havergo

Osnabrück 70 Kinder und 50 Erwachsene – allein die Mitwirkenden des diesjährigen Weihnachtsmusicals in der katholischen Familien- und Bildungsstätte (Fabi) Osnabrück füllten einen guten Teil des Raumes aus. Eine Herausforderung war dieses Wochenende auch für Regisseurin Ute Steffen.

Schließlich hatte sie nur einen Tag, um das rund anderthalbstündige Stück „Fünf Brote und zwei Fische zu Weihnachten“ mit allen Beteiligten einzustudieren. „Eigentlich ist es für vier Rollen gedacht“, erläuterte Sabine Schmidt von der Fabi. Entsprechend seien noch einige Texte ergänzt worden und auf die zahlreichen Rollen aufgeteilt worden.

Das Vorhaben gelang: Obwohl nur der Samstag für die Proben zur Verfügung stand, präsentierten sich die Kinder überwiegend textsicher. Und ihnen allen war der Spaß anzusehen, diese Weihnachtsgeschichte aufzuführen. Ein Hirte erzählt seinem Enkel Sem, in diesem Fall mehrere Enkel, die Geschichte, wie er vor 31 Jahren den Engeln folgte, als sie die Geburt Jesu ankündigten. Denn der Enkel wurde selbst Zeuge der Brotvermehrung und in gewisser Weise auch alle Zuschauer; sie erhielten zum Ende der Vorstellung ebenfalls ein Stück.

So übertrug sich auch die euphorische Stimmung schnell von der Bühne auf das Publikum, wenn der Enkel etwa dem Großvater erzählte: „Jesus ist der Coolste! Er nimmt sich Zeit für die Kinder und hört zu.“ Da es sich um ein Musical handelte, durften natürlich auch die Gesangseinlagen nicht fehlen. Unter musikalischer Begleitung von Oliver Fietz am Keyboard, Tim-Jonas Beisel am Schlagzeug und Stefan „Simmel“ Simon an der Gitarre stimmten 50 Erwachsenen als Chor die Lieder an, während die Kinder auf der Bühne ihre Choreografien zeigten. Besonders die Übergänge zwischen Theater und Musical wurden dabei geschickt verbunden, indem auch innerhalb des Stücks immer wieder gegenseitiger Bezug genommen wurde. Das bestätigten auch die Gäste immer wieder, indem sie zu den Liedern mitklatschten und mitsangen und die Übergänge mit langem Applaus begleiteten.

Stimmig wirkte auch das Bühnenbild: Mit einer gemalten Leinwand, die Sternenhimmel und Berge im Hintergrund zeigte, wurde die Heilige Nacht auch bildlich passend inszeniert. Ein Schild wies darauf hin, wo sich welcher Zeitstrang abspielte.

Da wunderte es wenig, dass nach den knapp anderthalb Stunden fast alle mit freudigen Gesichtern zum Mittagessen gingen. „Das war sehr gut. Ich finde schön, wie hier an einem Wochenende auf die Beine gestellt wird“, lobte Johannes Dälken von der Egerland-Stiftung, die das Projekt gesponsort hat.

Auch Zuschauerin Kathrin Borgelt gefiel das Stück. „Mein Mann und meine große Tochter haben mitgemacht. Für uns ist es der Beginn der Weihnachtszeit und wir verbringen Zeit zusammen“, sagte sie über die Bedeutung der Veranstaltung.

Genau darum ging es Musiker Oliver Fietz, dessen beiden Kinder mitspielten und Frau Irene das Stück schrieb sowie mitsang. „Wir wollen mit den Eltern und Kindern gemeinsam etwas zu Weihnachten machen“, beschrieb er seine Motivation. Es ist die Zeit, die das Herz erhellt, wie es im letzten Lied des Stücks passend hieß.


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