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08.12.2018, 15:12 Uhr KOMMENTAR ZU VONOVIA IN OSNABRÜCK

Vonovia macht nach Druck erste Schritte in die richtige Richtung

Von Jean-Charles Fays


Der öffentliche Druck mag dazu beigetragen haben: Osnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia bewegt sich in die richtige Richtung.. Foto: Michael GründelDer öffentliche Druck mag dazu beigetragen haben: Osnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia bewegt sich in die richtige Richtung.. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der öffentliche Druck mag dazu beigetragen haben: Osnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia bewegt sich in die richtige Richtung. Ein Kommentar.

Nachdem unsere Redaktion vor einem Monat öffentlich gemacht hat, dass Vonovia die Mieten für Yvonne Fischer sowie Heike Schierenbeck nach energetischen Sanierungen um fast 50 Prozent erhöht hat, sprechen Vonovia-Quartiersmanager nun endlich mit ihnen, damit sie kleinere und günstigere Wohnungen in der Dodesheide bekommen. Vorher hatte Vonovia die Anfragen ignoriert. Auch für den 81-jährigen Rollstuhlfahrer Dietrich Fürstenberg aus Osnabrück-Eversburg baute Vonovia nach einer Berichterstattung unserer Redaktion ein neues Gartenhaus, weil ein für die Modernisierung aufgebautes Gerüst den Zugang zu seinem Elektromobil in einem Gartenhaus hinter dem Miethaus versperrte. Zuvor war er vier Wochen in seinem eigenen Zuhause gefangen und konnte die Wohnung nicht mehr selbstständig verlassen.

( Weiterlesen: Gefangen im eigenen Zuhause - Wie Vonovia das Schicksal eines Rollstuhlfahrers „übersah“)

Nun kündigt Vonovia wegen Mieterprotesten an, die energetischen Investitionen in Deutschland um 40 Prozent zu kürzen. Auch das ist eine gute Nachricht, denn dadurch wird das Geschäftsmodell, Wohnungen energetisch zu sanieren, um Mieterhöhungen von bis zu 50 Prozent zu erreichen und die eigene Rendite zu steigern, stark eingedämmt.


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