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„Wollen ein schönes Zuhause bieten“ Wie Vonovia auf die Vorwürfe des Mietervereins Osnabrück reagiert

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Vonovia reagiert nur knapp und geht nicht konkret auf die Vorwürfe des Osnabrücker Mietervereins ein. Der Wohnungskonzern will sich bei einer Podiumsdiskussion im NOZ-Medienzentrum am Mittwoch, 12. Dezember, 19 Uhr, der Kritik stellen. Unsere Redaktion wird diese im Livestream auf noz.de übertragen. Foto: Michael GründelVonovia reagiert nur knapp und geht nicht konkret auf die Vorwürfe des Osnabrücker Mietervereins ein. Der Wohnungskonzern will sich bei einer Podiumsdiskussion im NOZ-Medienzentrum am Mittwoch, 12. Dezember, 19 Uhr, der Kritik stellen. Unsere Redaktion wird diese im Livestream auf noz.de übertragen. Foto: Michael Gründel 

Osnabrück. Osnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia reagiert gelassen auf die Vorwürfe des Mietervereins Osnabrück zu Schimmel in Mietwohnungen, ungerechtfertigten Mieterhöhungen nach Sanierungen und falschen Betriebskostenabrechnungen. „Wir modernisieren nicht, um die Mieter zu ärgern, sondern wollen ihnen langfristig ein schönes Zuhause bieten“, kommentiert Vonovia-Konzernsprecher Max Niklas Gille.

Vonovia holt das Äußerste aus den Objekten heraus, denn noch höhere Mieten wären für diese Wohnungen in Osnabrück nach meiner Wahrnehmung nicht zu erzielen“, warf der Osnabrücker Mieterverein-Geschäftsführer Carsten Wanzelius Vonovia vor. „Da nur die Kosten für energetische Sanierung auf die Mieter umgelegt werden dürfen, ist die Mieterhöhung in diesem Maße bei den mir vorliegenden Fällen ungerechtfertigt,“ fügte er hinzu und sprach davon, dass die Wärmedämmung an der Fassade äußerlich lediglich kaschiere, dass die Miethäuser nur mangelhaft instandgesetzt worden seien. Mit Vorwürfen wie diesen und weiteren wie etwa zu zweifelhaften Betriebskostenabrechnungen konfrontierte unsere Redaktion Vonovia.

( Weiterlesen: Hamburger Mietpreise im Osnabrücker Stadtteil Schinkel)

Vonovia antwortet knapp und geht nicht auf die konkreten Vorwürfe ein

Konzernsprecher Gille antwortete auf die schweren Vorwürfe jedoch nur relativ knapp: „Eine klare Trennung zwischen Modernisierungen und Instandhaltungen ist uns wichtig.“ Vonovia führe Instandhaltungen regelmäßig durch. „Bei Mieterhöhungen gehen wir auf die Mieter zu. Sollte jemand das Gefühl haben, eine Mieterhöhung nicht leisten zu können, suchen wir das Gespräch und finden gemeinsam eine Einigung“, beteuerte er.

Vonovia: Sollten Fehler passieren, werden diese umgehend korrigiert

Auch bei den Nebenkosten sei Vonovia Nachvollziehbarkeit sehr wichtig. Mieterverein-Geschäftsführer Carsten Wanzelius hatte davon berichtet, dass Vonovia die Kosten für eine sogenannte „Baumschau“ allein im Stadtteil Kalkhügel für ein Jahr auf über 20.000 Euro beziffere und auf alle Mieter der Vonovia-Wohnungen am Kalkhügel umlege. „Das ist ein derart hoher Betrag, dass ich da ernsthafte Zweifel habe, ob das gerechtfertigt ist“, konstatierte Wanzelius, doch Vonovia-Sprecher Gille geht nicht konkret auf die Vorwürfe ein und sagt lediglich: „Wir rechnen nur ab, was auch tatsächlich geleistet wurde. Sollten Fehler passieren, werden diese umgehend korrigiert.“

Vonovia will sich der Kritik stellen

Mieterverein-Geschäftsführer Carsten Wanzelius hat Zweifel daran, dass es gerechtfertigt ist, Kosten für eine „Baumschau“ im Stadtteil Kalkhügel, die sich für ein Jahr angeblich auf über 20.000 Euro beziffern würden, auf alle Mieter der Vonovia-Wohnungen am Kalkhügel umzulegen. Foto: David Ebener

Mieter könnten sich mit Ihren Fragen jederzeit gerne an Vonovia wenden. Die Vonovia-Betriebskosten würden durchschnittlich 15 Cent pro Quadratmeter und Monat betragen. Damit liegt der Konzern eigenen Angaben zufolge um 5 Prozent unter dem bundesweiten Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes. Gille fügte hinzu: „Wir sind bereits im Gespräch mit dem Mieterverein und freuen uns auf den weiteren Austausch.“ Es sei bereits ein Gespräch vereinbart worden. Sprecher Gille betonte: „Wir sind immer an einem konstruktiven Austausch interessiert und stellen uns gerne der Kritik.“ Der Wohnungsvermieter wolle einen sachlichen und fairen Austausch.


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