Mann schon vor Tat per Haftbefehl gesucht Sexuelle Belästigung in Osnabrück: Polizei fasst mutmaßlichen Täter

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Ein 38-jähriger Mann, der in Osnabrück eine Frau sexuell belästigte, wurde gefasst. Dabei stellte sich heraus, dass wegen anderer Delikte gegen den Mann schon zwei Untersuchungshaftbefehle vorlagen. Symbolfoto: Michael GründelEin 38-jähriger Mann, der in Osnabrück eine Frau sexuell belästigte, wurde gefasst. Dabei stellte sich heraus, dass wegen anderer Delikte gegen den Mann schon zwei Untersuchungshaftbefehle vorlagen. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Ein 38-jähriger Mann, der am späten Mittwochnachmittag auf der Fahrt von Osnabrück nach Oldenburg eine Frau in der Nordwestbahn sexuell belästigt hatte, wurde von der Polizei festgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Serienstraftäter schon zwei Untersuchungshaftbefehle vorlagen.

Laut Mitteilung der Bundespolizei Bad Bentheim hat sich der 38 Jahre alte Mann am Mittwochnachmittag auf der Zugstrecke zwischen Osnabrück und Oldenburg zunächst auf einen Zweiersitz neben die Frau gesetzt. Nachdem der Mann die 33-Jährige nach der Uhrzeit fragte, berührte er sie unsittlich am Oberschenkel. Danach strich er mit seiner Hand langsam aufwärts. Das Opfer sprang sofort auf und wechselte den Platz. Als der Zug gegen 16.30 Uhr am Hauptbahnhof Oldenburg ankam, informierte die Frau die Bundespolizei. An einer Bushaltestelle am Bahnhofsvorplatz wurde der polizeibekannte Georgier daraufhin vorläufig festgenommen.

Mann wird am Folgetag erneut straffällig

Nur einen Tag später hatte die Bundespolizei Bad Bentheim erneut mit dem 38-Jährigen zu tun. Wie Sprecher Daniel Hunfeld mitteilte, war der Mann am Papenburger Bahnhof in einen Zug nach Emden eingestiegen, der als betriebliche Leerfahrt ohne Fahrgäste unterwegs war. Einem Mitarbeiter der Westfalenbahn fiel der blinde Passagier auf. Am Bahnhof in Emden wurde der mutmaßliche Straftäter von der Polizei in Empfang genommen.

In Justizvollzugsanstalt untergebracht

Während des Einsatzes fanden die Beamten 37 Packungen Zigaretten im Wert von etwa 300 Euro. Weil der Georgier die Herkunft der Tabakwaren nicht plausibel erklären konnte, wurde der Mann für weitergehende Ermittlungen mit ins Polizeirevier genommen. Nach Abnahme der Fingerabdrücke stellte sich dort heraus, dass der Serienstraftäter bereits mehrfach unter anderen Personalien polizeilich in Erscheinung getreten war. Zwar hat sich der Mann unter seiner echten Identität nichts zu Schulden kommen lassen. Wegen zahlreicher (Diebstahls-) Delikte lagen gegen denn Mann aber unter anderem Namen schon zwei Untersuchungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Osnabrück vor. Am Donnerstagnachmittag wurde der Gesuchte daraufhin einem Richter vorgeführt und in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg untergebracht.

Ermittlungen dauern an

"Der Mann war mit mindestens zwei Identitäten unterwegs. Wir ermitteln, ob er unter anderen Namen weitere Straftaten begangen haben könnte", sagt Polizeisprecher Hunfeld auf Nachfrage unserer Redaktion. Dabei werde auch überprüft, ob der Georgier für einen ähnlichen Fall der sexuellen Belästigung in Cloppenburg vor einigen Wochen verantwortlich ist.


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