Gegenseitig inspiriert Köster und Winck spielen mit Konsession Big Band im Blue Note

Von Jan Kampmeier

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Stehen im Zentrum des Konzerts: Frederik Köster und Volker Winck. Michael GründelStehen im Zentrum des Konzerts: Frederik Köster und Volker Winck. Michael Gründel

Die Konsession Big Band unter Uwe Nolopp gab im Blue Note ein Konzert mit den beiden Gastsolisten Frederik Köster und Volker Winck.

Das Eröffnungsstück im Blue Note gehört Konsession alleine, als Solisten präsentieren sich verschiedene Bläser der Big Band. Doch die haben dann im weiteren Verlauf des Abends nicht mehr ganz so viel zu tun, denn zur Begleitung der beiden Gastsolisten des Konzerts spielt häufig nur die Rhythmusgruppe, zuweilen auch nur das Drumset. Frederik Köster und Volker Winck stehen absolut im Zentrum des Konzerts. Beide unterrichten zwar am Institut für Musik der Hochschule und kennen sich gut, sind aber in Osnabrück noch nicht gemeinsam im Konzert aufgetreten.

Ob nun in Standards oder eigenen Kompositionen Frederik Kösters, ihre oft großen Saxophon- und Trompetensoli dominieren den Abend. Frederik Köster allerdings greift zunächst nicht zu Trompete, sondern zum Flügelhorn. Wenn Sein Kollege Volker Winck mit einem Blitzstart in seine rasanten Skalen startet, reagiert Frederik Köster darauf zunächst ganz sachte und pflegt auch die lyrischen Ausdrucksbereiche, bevor auch er seine Virtuosität unter Beweis stellt. Auch humorvolle Einfälle blitzen immer wieder auf. Haben da nicht gerade ganz kurz die Flintstones aus einem Solo geblinzelt?

Die Konsession Big Band erweist sich unter ihrem Leiter Uwe Nolopp sowohl in turbulenten Nummern als auch in ruhigen Balladen als wach und klanglich flexibel, von behutsamen, geradezu besinnlichen Klängen bis zu höchster Intensität sind es mitunter nur wenige Takte. Noch abwechslungsreicher wird der grundsätzlich massive und kompakte Klang der Band, wenn die Saxophonisten auch Querflöte oder Klarinette einsetzen, das Blech die Dämpfer verwendet. Am meisten Spaß bereitet das Zuhören natürlich, wenn auf einer solchen Klangbasis beide Solisten zusammen improvisieren, aufeinander reagieren, sich inspirieren.


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