Eine Ladefläche voller Geschenke Til-Schweiger-Stiftung beschenkt Kinder in Erstaufnahmestelle Osnabrück

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Große Freude über kleine Geschenke: Der X-Mas-Truck der Til-Schweiger-Stiftung macht Station in der Landesaufnahmestelle. Foto: Gert WestdörpGroße Freude über kleine Geschenke: Der X-Mas-Truck der Til-Schweiger-Stiftung macht Station in der Landesaufnahmestelle. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der blau-weiße X-Mas Truck der Til-Schweiger-Stiftung besuchte auf seiner Deutschlandtour auch die Landesaufnahmebehörde in Osnabrück. 80 Kinder erhielten dort unter anderem Puppen, Puzzles und Bauklötze.

In eisiger Kälte versammelten sich Kinder und Eltern der Erstaufnahmestelle neben dem weihnachtlich bemalten Lkw. Passend zur Adventsstimmung sangen die Kinder ein Nikolauslied, dann ging das große Verteilen auch schon los: Säcke voller Geschenke wanderten von der Ladefläche des X-Mas Trucks zu den Kindern. Eingeteilt in verschiedene Altersgruppen, erhielt jedes Kind mindestens ein Geschenk: Fußbälle und Turnbeutel für die Jungs, Bastelsets für die Mädchen, Duplo und Lego für die Kleinen, Lautsprecher für die größeren Kinder und zahlreiche weitere Geschenke waren im Sortiment.  

Veranstalter der Aktion war die Til-Schweiger-Stiftung, welche Kinder in Not unterstützt. In diesem Jahr startete die Stiftung zum ersten Mal eine Weihnachtstour durch ganz Deutschland, um bedürftige Kinder zu beschenken. Die Idee dafür kam von Janina Martig, die in der Schweiz eine Lkw-Flotte führt, bei der ausschließlich Frauen arbeiten. Martig engagiert sich schon länger für Kinder und wollte dies mit ihrer Branche verbinden, erzählte sie.

Foto: Gert Westdörp


Osnabrück ist unter den besuchten Orten die einzige Erstaufnahmestelle, an anderen Orten gingen die Geschenke zum Beispiel an Kinder mit Behinderungen oder an Brennpunktschulen, so Katrin Müller von der Til Schweiger Foundation. Die Stiftung hatte Orte ausgewählt, mit denen sie zuvor bereits zusammengearbeitet hatte. In Osnabrück hatte Til Schweiger 2016 den Bau der Kita in der Erstaufnahmestelle maßgeblich unterstützt.

Für die Tour hatten Hersteller wie Lego, Schmidt und Herpa Spielzeug gespendet. Die Erwartung der Stiftung wurde dabei übertroffen: Statt der geplanten 1500 Geschenke, bekommen nun 2000 Kinder Besuch vom Weihnachtstruck, „da wir zu viele Geschenke bekommen haben“, erklärte Müller.

Foto: Gert Westdörp


In Osnabrück freuten sich rund 80 Kinder über die neuen Spielsachen. Insgesamt leben in der Unterkunft 400 Menschen, aktuell kommen sie vor allem aus dem Iran, Serbien und dem Irak. Ein Teil der Bewohner kenne Weihnachten, für andere sei das Fest neu, so die Presseleiterin der Landesaufnahmebehörde, Anne Hage. „Das ist eine Tradition, die wollen wir Kindern nahe bringen“, erklärte sie.

Grundsätzlich sei die Einrichtung religionsneutral und wolle „die westliche Kultur vermitteln, aber nicht überstülpen“, so Manfred Eichert, der Leiter der Erstaufnahmestelle. Es gäbe in der Kantine einen Weihnachtbaum und in der Kita eine Weihnachtsfeier, das Angebot an Feierlichkeiten richte sich jedoch vorrangig nach dem Interesse der Bewohner. Am Besuch des Weihnachtstrucks hatten insbesondere die Kinder jedenfalls sichtbar Freude. 


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