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110 und 112 laufen zusammen Neue Regionalleitstelle Osnabrück koordiniert Notrufe aus Stadt und Landkreis

Von Heiko Kluge

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<em>Hier läuft alles zusammen:</em> Die kooperative Regionalleitstelle von Stadt und Landkreis ist gestern eröffnet worden. Im Bild (von links): Oberbürgermeister Boris Pistorius, Polizeipräsidentin Heike Fischer, Innenminister Uwe Schünemann, Landrat Michael Lübbersmann und der Verwaltungsvorsitzende der Regionalleitstelle, Winfried Wilkens. Foto: Elvira PartonHier läuft alles zusammen: Die kooperative Regionalleitstelle von Stadt und Landkreis ist gestern eröffnet worden. Im Bild (von links): Oberbürgermeister Boris Pistorius, Polizeipräsidentin Heike Fischer, Innenminister Uwe Schünemann, Landrat Michael Lübbersmann und der Verwaltungsvorsitzende der Regionalleitstelle, Winfried Wilkens. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Ein gemeinsamer Knopfdruck startete gestern symbolisch die kooperative Regionalleitstelle Osnabrück im Kreishaus am Schölerberg, in der von nun an die Notrufe von Stadt und Landkreis koordiniert entgegengenommen werden.

In der kooperativen Leitstelle nutzen nun Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte eine gemeinsame Technik, um Notrufe anzunehmen, den Unfallort zu lokalisieren und die Voraussetzungen für einen Einsatz zu abzuklären. Ob 112 oder 110, der Notruf geht in einer gemeinsamen Leitstelle ein und wird an einer Stelle bearbeitet.

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Landrat Michael Lübbersmann und erinnerte an die lange Vorgeschichte der Regionalleitstelle, zu der es schon Ende der Achtzigerjahre erste Überlegungen gegeben habe. „Aber durch die damals geltende Rechtslage ließ sich das nicht wirklich realisieren.“ Erst im Jahr 2005 habe die niedersächsische Landesregierung den Weg dafür bereitet, dass man nun eine gemeinsame Leitstelle für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte habe einrichten können. „Das ist ein Quantensprung an Zusammenarbeit, den wir da erreicht haben“, betonte Winfried Wilkens, der Verwaltungsvorsitzende der gemeinsamen Regionalleitstelle Osnabrück. Er appellierte, man möge keine Grundsatzdebatten über die neue Leitstelle anstoßen, und bat die Kritiker, „die mehr Trennung für angezeigt halten“, die Entscheidung für eine gemeinsame Leitstelle zu respektieren.

In der Region Osnabrück habe man sehr schnell erkannt, dass man mit einer kooperativen Leitstelle eine für die Bürger vernünftige Lösung habe, lobte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Uwe Schünemann. Die Bürger seien damit der große Gewinner, „denn in der Regionalleitstelle wird die Basis dafür gelegt, dass man denen, die in Not sind, richtig und schnell helfen kann“.

Auch wenn es für die Umsetzung „viel zu viel Zeit gebraucht hat“, beurteilte auch Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius die neue Leitstelle als einen positiven Schritt: „Je enger Stadt und Landkreis zusammenarbeiten, desto besser.“ Durch die neue Leitstelle „kann lebensrettende Zeit eingespart werden – darauf kommt es an.“ Dies sei ein echter Gewinn für die Hilfe suchenden Menschen.

„Wir haben zusammengeführt, was zusammengehört“, bekräftigte die Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Osnabrück, Heike Fischer. Alles, was sich heute technisch als Standard biete, „haben wir jetzt“. Außerdem betonte sie, dass die Zusammenlegung der Leitstellen gut geklappt habe. Denn bereits seit einer Woche gehen die Notrufe 110 und 112 bei der Regionalleitstelle ein. „Es ist alles gut gelaufen“, resümierte Heike Fischer, denn „es hat keiner was gemerkt“.


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