Weltfrieden, weiße Weihnachten – und Wärmebildkamera Polizei Osnabrück übergibt Wunschzettel an „echten“ Weihnachtsmann in Lappland

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Lena Krüger übergibt dem Weihnachtsmann in Rovaniemi die Wünsche ihrer Kollegen. Foto: Santa Claus Village/Lena KrügerLena Krüger übergibt dem Weihnachtsmann in Rovaniemi die Wünsche ihrer Kollegen. Foto: Santa Claus Village/Lena Krüger

Osnabrück/Rovaniemi. Eltern sammeln derzeit fleißig die Wunschzettel ihrer Kinder ein. Lena Krüger von der Polizeidirektion Osnabrück fragte bei ihren Kollegen nach – und übergab deren Wünsche nun persönlich dem Weihnachtsmann im finnischen Lappland. Sie reichen von der Wärmebildkamera bis hin zum Weltfrieden.

Keine verletzten Kollegen mehr, Weltfrieden, weniger Verkehrsunfälle, weiße Weihnachten und eine lange Pension – das sind einige der Wünsche, die die 27-Jährige von ihren Kollegen vor ihrer Reise erfahren hatte. Ende November war die 27-Jährige privat nach Rovaniemi, Lapplands Hauptstadt, gereist. Sie ist die Social-Media-Beauftragte der Polizeidirektion, deren Zuständigkeitsbereich sich vom Teuto bis zur Küste erstreckt. In Finnland hat Krüger Freund und Familie.

Vor ihrer Reise „habe ich wahllos Kollegen angerufen und sie nach ihren Wünschen gefragt“, berichtet die 27-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Warum sie diese wissen wollte, verriet sie nicht – bis zum Montag. „Einige Kollegen waren von der Fragen nach den Wünschen schon irritiert“, erzählt sie. Den Überraschungseffekt habe sie auch intern erreichen wollen.


In Rovaniemi, der „offiziellen“ Heimatstadt des Weihnachtsmannes, suchte Krüger dessen Haus auf. Elfen hätten die Weihnachtspost bearbeitet, der Weihnachtsmann empfing die Mitarbeiterin der Polizeidirektion mit der Wunschliste aus Osnabrück. „Er wollte genau wissen, was darauf steht.“ Sie übersetzte ihm die Wünsche ins Englische. „Er fand sie toll“, versichert die 27-Jährige. Und obgleich er sehr nett sei, habe sie sich nicht getraut, sich auf seinen Schoß zu setzen. „Ich war schon sehr aufgeregt.“


Marco Ellermann, Sprecher der Direktion, taucht ebenfalls auf der Liste auf. Er wünscht sich mehr Zeit mit der Familie. Dabei sei er sich durchaus bewusst, wie gut er es im Vergleich zu den Kollegen habe, die im Schichtdienst arbeiten, sagt er.

Krügers Wünsche sind noch offen

Krügers Wünsche blieben indes unerfüllt. „Ich bin nach Lappland gefahren, weil ich mal richtig Schnee haben wollte. Aber Schnee gab es leider nicht.“ Und auch der braune Labrador auf dem Wunschzettel ist weiterhin ein unerfüllter Wunsch.

Übrigens: Der 27-jährige Matthias wünscht sich zwar eine Wärmebildkamera, allerdings nicht für den Dienstgebrauch. Er sei Jäger, sagt Krüger. Ansonsten wäre Innenminister Boris Pistorius wohl auch der richtige Adressat dieses Wunsches gewesen.


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