Neuer Rembrandt aus Osnabrück? Museums- und Kunstverein vergab Kunstpreis 2018

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Prämiert: Birgit Kannengießer (rechts) nimmt den Preis von Ulrike Hamm entgegen. Foto: Thomas OsterfeldPrämiert: Birgit Kannengießer (rechts) nimmt den Preis von Ulrike Hamm entgegen. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Birgit Kannengießer wurde in diesem Jahr mit dem Kunstpreis Osnabrück ausgezeichnet, der mit 10000 Euro dotiert ist. Den Förderpreis in Höhe von 2000 Euro verlieh die Jury an Fritjof Mangerich.

Als Jurorin Meike Behm ihren Namen aufrief, begab sich Birgit Kannengießer sichtlich gerührt zum Rednerpult und nahm von Dr. Ulrike Hamm eine Urkunde entgegen: Jetzt ist Kannengießer offiziell Trägerin des Kunstpreises Osnabrück 2018. Der mit 10000 Euro dotierte Preis wurde der Osnabrücker Künstlerin am Sonntag im Vortragssaal des Felix-Nussbaum-Hauses für ihre „Depot“ betitelten Arbeiten auf Leinwand verliehen. Zuvor war Fritjof Mangerich mit dem Förderpreis in Höhe von 2000 Euro ausgezeichnet worden. Er hatte sich mit der Multimedia-Arbeit „Eine andere Stimme“ für den Kunstpreis qualifizieren können.

„Birgit Kannengießer gelingt es, auf zeitgemäß vorsichtige und zaghafte Art und Weise einen Zustand unserer Welt vor dem Hintergrund des heutigen von Konsum gelenkten Systems zu reflektieren“, heißt es in der Begründung der Jury, der in diesem Jahr Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen, Barbara Kaesbohrer, Kunstprofessorin an der Universität Osnabrück, Professor Wulf Herzogenrath von der Akademie der Künste in Berlin, Nils-Arne Kässens, Direktor des Osnabrücker Museumsquartiers, und schließlich Dr. Ulrike Hamm als Vorstandsvorsitzende des Museums- und Kunstvereins angehörten. Zum zweiten Mal hatte der Verein den Preis ausgeschrieben, zu dem sich 136 Künstler aus Osnabrück und der Region beworben hatten. Am 21. Oktober war im Oberlichtsaal des Kulturgeschichtlichen Museums die Ausstellung mit den Werken der 13 Künstler eröffnet worden, die von der Jury für den Preis nominiert worden waren.

Fritjof Mangerich wurde von Ulrike Hamm mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Foto: Thomas Osterfeld


Von „kreativem Reichtum“, den die Arbeiten der nominierten Künstler repräsentierten, und von einer enormen „Bewegung in der hiesigen Kunstszene“, sprach Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in seiner Begrüßung. Von Professor Claus Rollinger, Vorstandsmitglied der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur, wurde er dezent aufgefordert, seitens der Stadt Kunstwerke aus der Ausstellung zu erwerben. „Vielleicht ist ja ein neuer Rembrandt darunter“, sagte er mit einem Lächeln. Die Stiftung trägt maßgeblich zur Finanzierung des Kunstpreises bei.

Fritjof Mangerichs Arbeit wurde von den Juroren für den „geschickten Einsatz verschiedenster Medien und künstlerischer Techniken“ gelobt, „die etwas eigentlich Immaterielles wie den Klang eines leeren Hauses erfahrbar machen“.

Die Ausstellung mit den Werken der Preisträger und Nominierten ist noch bis zum 27. Januar im Museumsquartier zu sehen.


Kulturgeschichtliches Museum (Osnabrück, Museumsquartier, Lotter Str. 2): Di.-Fr. 11-18 Uhr, 1. Do. im Monat 11-20 Uhr, Sa. und So. 10-18 Uhr. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

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