Uni erhält zehn Millionen Euro Biologische Spitzenforschung in Osnabrück gesichert

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im SFB 944 wird die strukturelle und zeitliche Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Verbund untersucht. Foto: David EbenerIm SFB 944 wird die strukturelle und zeitliche Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Verbund untersucht. Foto: David Ebener

Osnabrück. An der Universität Osnabrück kann auch in den nächsten Jahren biologische Spitzenforschung betrieben werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt dafür weitere zehn Millionen Euro bereit.

Das Geld fließt in den sogenannten Sonderforschungsbereich (SFB) 944. Dort untersuchen Wissenschaftler der Uni Osnabrück seit 2011, wie sich Proteine und Lipide – also Eiweiße und Fettstoffe – im Zellverbund zeitlich und strukturell organisieren. 

Sonderforschungsbereich über zwölf Jahre

"Unser Forschungsziel ist es, herauszufinden, wie diese sogenannten Mikrokompartimente den Zellen optimales Wachstum und effiziente Vermehrung erlauben – und wie im Gegenzug Zellen krank werden, wenn diese Organisation gestört wird", erläutert SFB-Sprecher Christian Ungermann. Dank der finanziellen Unterstützung durch die DFG kann die Studie mit dem Titel "Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente" bis Ende 2022 fortgesetzt werden. Dann läuft der SFB 944 nach insgesamt drei Förderphasen mit einem Gesamtvolumen von 27 Millionen Euro turnusgemäß aus.

Professor Christian Ungermann, hier beim Osnabrücker Wissensforum 2016, ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 944. Foto: Swaantje Hehmann


Wie funktioniert der menschliche Körper?

Nach Ansicht von Universitätspräsident Wolfgang Lücke ist die erneute DFG-Bewilligung eine "eindrucksvolle Bestätigung für die international exzellente Forschung in der Biologie an unserer Universität". Als vorteilhaft für die Verlängerung des Sonderforschungsbereich 944 habe sich sei dessen enge Verknüpfung mit dem Zentrum für zelluläre Nanoanalytik Osnabrück (Cellnanos) am Campus Westerberg erwiesen. Der vor einem Jahr eröffnete Forschungsbau dient dazu, mittels neuer mikroskopischer Verfahren tiefe Einblicke in die Funktionsweise des menschlichen Körpers zu gewinnen. Auf diese Weise soll der Brückenschlag zwischen biologischer Grundlagenforschung und ihrer Anwendung in der Medizin gelingen. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN