Dynamisch, engagiert, ausgezeichnet Schokoladenfabrik Windel gewinnt Osnabrücker Wirtschaftspreis

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Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, mit dem Gewinner des Wirtschaftspreises, Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG,und Laudator Niklas Sievert,Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung (VWO). Foto: Swaantje HehmannOberbürgermeister Wolfgang Griesert, mit dem Gewinner des Wirtschaftspreises, Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG,und Laudator Niklas Sievert,Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung (VWO). Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Der Wirtschaftspreis wurde am Donnerstag zum siebten Mal vergeben. Das Motto in diesem Jahr lautete : „Dynamisch, engagiert, ausgezeichnet“, und der Süßwarenhersteller Windel wurde mit dem Preis ausgezeichnet.

In seiner Laudatio nannte von Nikolas Sievert, Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung (VWO), in der Sparkassenzentrale zu bei der Verleihung des Wirtschaftspreises nächst nur einige Eckdaten: Der Preisträger zeichne sich durch Mut und Gespür für die Zukunft sowie Engagement aus – doch das gelte für alle Unternehmen, deren Vertreter im Publikum saßen. Mit dem Hinweis, beim Gewinner handele es sich um ein Familienunternehmen, das in vierter Generation geführt und beinahe seit 120 Jahren in die Zukunft investiere, war die Sache den meisten wohl klar. Sievert lobte weiter, der Preisträger habe immer wieder den Wandel mitgestaltet und guten Geschmack bewiesen. Dann kam er auf den Punkt: „Lieber Fred Windel, ich freue mich, ihnen den Preis zu überreichen.“  

Als besonders dynamische und engagiertes Unternehmen erhielt die Windel GmbH & Co. KG den Wirtschaftspreis: Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG, nahm ihn vom Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung (VWO) Niklas Sievert in Empfang. Foto: Swaantje Hehmann


Ein dynamisches Familienunternehmen

Im Folgenden erfuhren die rund 150 anwesenden Vertreter aus Wirtschaft und Politik: Vor 118 Jahren als Süßwarengroßhandel gegründet, hat sich das Familienunternehmen zu einer Unternehmensgruppe mit über 500 Arbeitsplätzen entwickelt. Die Windel-Gruppe besteht aus sechs wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen. Keimzelle ist der über hundert Jahre Süßwarenhandel Windel. 1976 kam die Confiserie Heidel hinzu, 1996 die Schokoladenfabrik Farüchoc, 2003 der Pralinenhersteller Kim‘s im belgischen Tienen und 2014 Coffee-Bike. Neu am Start ist „my Choco“, ein neues Segement, dass Hilfsprojekte unterstützt.

Innovative Ideen mutig umsetzen

Als Beispiel für die Innovationen des Traditionsunternehmens wurden „süße Präsente“ und der erste schokoladengefüllte Adventskalender genannt, beides heute Dauerbrenner. Diese waren Ideen der dritten Generation, während die vierte auf neue Geschäftsmodelle – auch außerhalb der Süßwarenbranche – setzt. Dazu gehören die Mehrheitsbeteiligung am Start-Up Coffee-Bike sowie die weitergedachte Geschäftsidee, das Waffle-Bike, und das eigene Start-Up „My Choco“.


Gewinner Fred Windel, Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG, berichtete auf Nachfrage unter anderem über die verschiedenen Unternehmenszweige, die Zusammenarbeit mit Stadt-ups und nachhaltiges Personalarbeit. Foto: Swaantje Hehmann


Nachhaltige Personalarbeit 

Im Gespräch mit Moderatorin Jessica Bloem erklärte Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG, was es mit dem Windel-Sport-Tag sowie dem Windel-Zoo-Tag oder dem Tannenbaum-Tag für Mitarbeiter und ihre Familien auf sich hat. Gerade zu den beiden zuletzt genannten Veranstaltungen kämen oft die Kinder der Mitarbeiter mit. „Sie lernen uns kennen, und das ist wichtig, sie sind unsere Zukunft“, erklärte Windel, einen Aspekt der "nachhaltigen Personalarbeit" seines Unternehmens. 

Engagiert vor Ort 

Zum Engagement von Windel vor Ort gehöre zudem, dass die Firma jedes Jahr in der Weihnachtszeit Überproduktionen und Überbestände ihrer Produkte an etwa 40 Osnabrücker Einrichtungen wie Kindergärten, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen übergebe. Auch die Osnabrücker Tafel und die Kinderkrebshilfe würden regelmäßig mit Süßwarenspenden bedacht. Außerdem unterstütze Windel Kultureinrichtungen, den Zoo und die Ruderrriege Gymnasium Carolinum.

Zusammenarbeit mit Start-Ups

Im Gespräch mit der Neuen OZ erklärte Windel auf das Thema Start-Ups angesprochen: „Es ist ganz toll welche Impulse die Start-Ups uns geben.“ Sein Unternehmen profitiere in Punkto Digitalisierung der Prozesse von den jungen Unternehmen. Auch die Erfahrung, dass „Try and Error“ als Form der Projektentwicklung funktioniere oder wie anders Arbeitsplätze bei Start-Ups ausschauen, sei interessant. „Doch auch die Start-Ups profitieren von uns, zum Beispiel von unserer Erfahrung und unseren Strukturen“, so Windel, der viele Vorteile in der Zusammenarbeit sah, aber auch fand: "Man darf die Kulturen nicht zu sehr vermischen." Nach einem Tipp für andere gestandene Unternehmen gefragt, antwortete er: „Man muss offen sein für neue Geschäftsmodelle, Märkte und Ideen, und außerdem irgendwann weg vom Analysieren hin zum Handeln, mutig sein.“ In Bezug auf den Wirtschaftsstandort Osnabrück forderte er: „Die Politik muss teamfähiger werden. Sie muss das lernen, was wir in den Unternehmen immer leben.“


Den Wirtschaftspreis 2018 überreichten Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) sowie Laudator und Vorsitzender des Vereins für Wirtschaftsförderung (VWO) Niklas Sievert (rechts) Fred Windel, geschäftsführender Gesellschafter der Windel GmbH & Co. KG, stellvertretend für sein Unternehmen. Foto: Swaantje Hehmann


Mittelstand als Rückrat des Wirtschaftsstandortes

In seinen Grußworten betonte Sparkassenvorstand André Schüller wie wichtig mittelständische Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Osnabrück seien: „Sie tragen dazu, bei den Standort Osnabrück immer noch lebenswerter zu machen.“ Ein weiters Plus sei der Dreiklang bestehend aus Universität, Wirtschaft und Politik. Er blickte dabei ebenso wie im Anschluss Griesert auch auf Start-Ups und Gründer, die möglichst in der Region Osnabrück gehalten werden sollten. Der Oberbürgermeiste betonte: „Der Mittelstand ist das Rückrat unserer Wirtschaft.“ Er strahle über die Region hinaus.


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