Online-Umfrage Handwerker: Verkehr in Osnabrück nervt und kostet Geld

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Autos stauen sich am Abend des 1. Novembers auf dem Goethering in Osnabrück. Foto: Michael GründelAutos stauen sich am Abend des 1. Novembers auf dem Goethering in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Der dichte Verkehr in Osnabrück kostet die Handwerksbetriebe Zeit, Nerven und Geld. Das ist das Ergebnis einer Onlinebefragung der Handwerkskammer unter den Mitgliedsbetrieben. Die Kammer fordert die Stadt zu raschen Verbesserungen auf und macht fünf konkrete Vorschläge.

 „Gemeinsam mit der Stadt müssen wir an Lösungen arbeiten, um Handwerksbetriebe und deren Beschäftigte nicht zu frustrieren“: Mit diesen Worten wird Hauptgeschäftsführer Sven Ruschhaupt in einer Mitteilung der Handwerkskammer zitiert. Der enorme Zeitaufwand für den Kundenservice bedeute eine erhebliche Kostensteigerung für die in Osnabrück tätigen Handwerksbetriebe. „Die Verkehrssituation ist nach Angaben unsere Mitgliedsbetriebe durchweg als kritisch zu bezeichnen“, fasst der Kammerchef die Umfrageergebnisse zusammen.

Nach Angaben der Handwerkskammer bewerten drei Viertel der befragten Betriebe den aktuellen Verkehrsfluss durch Osnabrück als schlecht. 52 Prozent vergaben die Note mangelhaft, 23 Prozent ungenügend. Die Erreichbarkeit der Innenstadt wird von 40 Prozent der befragten Betriebe als mangelhaft und von 12 Prozent als ungenügend bewertet.

Die Verkehrsbehinderungen der letzten Monate, verursacht durch eine hohe Baustellendichte, haben nach Aussage vieler Handwerksmeister die betrieblichen Arbeitsabläufe gestört. 67 Prozent gaben an, dass die angespannte Verkehrslage zu Beeinträchtigungen im Ablauf geführt habe. Die meisten Kunden hätten aber Verständnis gezeigt. So gaben laut Handwerkskammer 55 Prozent der Betriebe an, dass die Kunden tolerant reagiert hätten, wenn es aufgrund von Verkehrsbehinderungen zu Verspätungen in der Auftragsabwicklung gekommen war.

Eine deutliche Mehrheit der befragten Handwerksbetriebe äußerte den Eindruck, dass sich mit dem Abschluss der meisten Bauarbeiten auf dem Wall der Verkehrsfluss in Osnabrück nicht wesentlich verbessert habe. So gaben rund 81 Prozent der befragten Betriebe an, dass Sie keine Verbesserung wahrgenommen hätten.   

Die Handwerksbetriebe machen fünf konkrete Verbesserungsvorschläge:

  • Effizientere Ampelschaltung,
  • besseres Baustellmanagement,
  • Stärkung des ÖPNV,
  • Park- and Ride-Angebote an den Ein- und Ausfahrtsstraßen für Pendler, 
  • Lückenschluss der A33 zur Entlastung des Walls. 

Fazit von Hauptgeschäftsführer Ruschhaupt: „Wir werden die Ergebnisse der Stadt präsentieren, erläutern und darstellen, wie es in absehbarer Zeit Änderungen in der Verkehrspolitik geben sollte, um die kritischen Zustände auf Osnabrücks Straßen zu beenden. Allerdings sehe ich auch die Arbeitgeber in der Pflicht, Ihren Beitrag zu leisten. Generell muss die Digitalisierung intensiver zur Optimierung von Beschaffungsprozessen, einer intelligenten Auftragsabwicklung inklusive Routenmanagement oder einem Carpooling für pendelnde Beschäftigte genutzt werden."

An der Onlinebefragung nahmen 155 Betreibe teil. Details sind hier zu finden.


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