Ehrenamtlicher Helferkreis Osnabrücker packen Weihnachtspäckchen für Waisenkinder in Osteuropa

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Chrsitel Goßens, Maria Eberl und Hubert Eichholz (von links) gehören zu einem Dutzend Helfer, die jährlich Weihnachtspäckchen für Waisenkinder in Osteuropa packen. Foto: Stefan BuchholzChrsitel Goßens, Maria Eberl und Hubert Eichholz (von links) gehören zu einem Dutzend Helfer, die jährlich Weihnachtspäckchen für Waisenkinder in Osteuropa packen. Foto: Stefan Buchholz

Osnabrück. Für den Osteuropakreis der Caritas kann Weihnachten kommen: Das Team hat schon Hunderte von Päckchen gepackt und auf den Weg gebracht.

Wie wohl viele Eltern denken in dieser Zeit auch Christel Goßens und Maria Ebel in der „M“- und „J“-Kategorie. Für die beiden aus dem zwölfköpfigen Kreis der Osteuropahilfe steht „M“ für Mädchen und „J“ für Jungen. Doch die zwei Frauen haben noch weitere Unterteilungen, wenn es ans Päckchenpacken geht. „Wir müssen Kinder und Jugendliche mit ihren jeweiligen Größen von drei bis 15 Jahren vor Augen haben“, erklärt Maria Ebel.

Vom Buntstift bis zur Zahnpasta

Zwischen „1“ für die Kleinsten bis „5“ für die Größten reichen die Abstufungen und es braucht den erfahrungssicheren Blick, welcher Pullover, welche Bluse und welches Paar Handschuhe für Kinder und Jugendliche passen könnte.

Mittlerweile haben die zwölf Frauen und Männer von der Osteuropahilfe der Caritas Routine, wenn es darum geht, die Schuhkartonpakete mit Weihnachtsgeschenken zu füllen. Den Anfang der erprobten Arbeitsteilung machen Karin Schröder und Maria Eichholz. Sie stellen die Grundausstattung zusammen, das, was in jedes Päckchen kommt. „Für die Kleineren Buntstifte, für die größeren Kugelschreiber. Alle bekommen Süßigkeiten und jeder eine Zahnbürste und Zahnpasta“, sagt Maria Eichholz.

Ihr Schwager, Hubert Eichholz, ist seit den Zeiten des krassen Systemwechsels in Osteuropa, an der Hilfe für die dort Ärmsten der Armen engagiert. Er kennt das materielle Elend aus eigener Anschauung. „Noch immer gehen zwölfmal im Jahr Transporte mit Kleiderspenden und Dingen des Alltags in Altenheime nach Osteuropa“, so Eichholz. Locker angedockt ist der Kreis an die Caritas, die bei Bedarf manche Sachkosten übernimmt.

Spenden von Privatleuten und Einzelhändlern

Irgendwann entstand vor 20 Jahre die Weihnachtspäckchenaktion. Von Beginn an bekamen die guten Gaben Kinder aus Waisenhäusern. Gesammelt und gespendet wird für sie das ganze Jahr. Privatleute geben Geld oder stricken Textiles gegen Kälte, der lokale Einzelhandel hilft großzügig mit Süßem und leeren Schuhkartons. „In diesem Jahr wurden 150 Paar Schuhe gespendet“, zeigt sich Hubert Eichholz beeindruckt.

Verpackt werden die Geschenke in den Kartons auf einer Diele in Nahne. „Auch das ist eine große Hilfe für uns, dass wir hier im Trockenen arbeiten können“, lobt der Helferkreis unisono Aloys Niemann, den Patron des Hofes.

Wo genau die über 500 Weihnachtspakete nach Weißrussland, Moldawien und die Ukraine hingehen, weiß Hubert Eichholz nicht genau. Abgeholt werden die Päckchen von Menschen freikirchlicher Gemeinden aus Bramsche und Umgebung. Sie haben noch immer Kontakte in die alte Heimat und managen zudem die anderen Helferkreis-Transporte im Jahr. „Sie kontrollieren auch, ob die Sachen wirklich die Menschen erreichen“, sagt Eichholz.

Dass die vielen Weihnachtspakete ihre jungen Empfänger glücklich machen, wissen die Helfer vom Osteuropa-Kreis aber genau. Jedes Jahr bekommen sie im Januar, nach dem Weihnachtsfesttermin der Orthodoxen Kirche am 6. Januar, Fotos und Briefe zugesandt.


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