Osnabrücker Dramatikerpreis Der Theaterverein trägt den Wettbewerb weiter

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sieger im 3. Durchlauf: Mario Wurmitzer wird nicht der Letzte sein, der seinen Osnabrücker Dramatikerpreis vom Theatervereinsvorsitzenden Axel Zumstrull entgegen nimmt. Foto: Uwe LewandowskiSieger im 3. Durchlauf: Mario Wurmitzer wird nicht der Letzte sein, der seinen Osnabrücker Dramatikerpreis vom Theatervereinsvorsitzenden Axel Zumstrull entgegen nimmt. Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. Nach den ersten drei Durchgängen finanziert der Theaterverein den Osnabrücker Dramatikerpreis auch weiterhin.

Wie geht es weiter mit dem Osnabrücker Dramatikerpreis, diesem in Deutschland recht ungewöhnlichen Projekt, weil es ein Theaterverein im enger Zusammenarbeit mit dem Theater finanziert? Drei Durchgänge wollte der Osnabrücker Theaterverein schultern, als die Idee  2013 geboren wurde. Die sind nun mit durchschlagendem überregionalem Erfolg abgeschlossen, die vierte Ausschreibung für 2019 geht am Ende der Woche in den deutschsprachigen Raum. Außerdem steht für den Freitag, 14. Dezember im Emma-Theater die Uraufführung von Mario Wurmitzers Tragikomödie "Nähe" vor der Tür, mit dem der junge Österreicher den 1. Preis beim "Osnabrücker Dramatikerpreis 2018" (6000 Euro) gewonnen hat. Denn so soll der Preis künftig heißen, um Missverständnisse durch die Nummerierungen zu vermeiden.

Thomas Köck, Autor von "Jenseits von Fukujama" , war der erste Dramatikerpreisgewinner. Foto: Elvira Parton


Theaterverein trägt den Preis weiter

Es geht weiter mit dem Dramatikerpreis und es trägt ihn auch künftig: der Osnabrücker Theaterverein. Das sagt Axel Zumstrull, Vorsitzender des Vereins und dass es nicht ohne die Mitwirkung des Theaters ginge. Das Theater richtet nicht nur die Uraufführung im eigenen Haus aus, sondern beteiligt sich auch am besonderen Prozedere des Wettbewerbs für den Dramatikernachwuchs. Denn auch dabei bleibt es laut Zumstrull:  Dieselben vier Juroren sichten die eingeschickten Stückentwürfe, es sind die Dramatikerin Rebekka Kricheldorf, die Direktorin des Hamburger Theaterakademie, Sabina Dhein, der Theaterkritiker Jürgen Berger, unter anderem mehrfaches Jurymitglied des Berliner Theatertreffens und der  Leitende Schauspielregisseur am Theater Osnabrück, Dominique Schnizer. Sie  laden zehn  der vielversprechendsten Bewerber zu einem Workshop ein, feilen gemeinsam an den Entwürfen und ermitteln am Ende, wer den Dramatikerpreis erhalten soll. 

Die beiden Gewinner des zweiten Durchlaufs: Julia Penner und Stefan Hornbach. Foto: Jörn Martens


Riecher für junge Talente

"Der Erfolg hat uns Recht gegeben", sagt Axel Zumstrull und verweist auf die meist steilen Erfolgskarrieren seiner Träger (Thomas Köck, Stefan Hornbach und Mario Wurmitzer) bald nach der Preisverleihung, auf die Nachinszenierungen ihrer Stücke an meist größeren Bühnen als Osnabrück, an Einladungen zu Festivals und Wettbewerben, auf sprunghaftes Renommee nicht nur der jeweils 1. Preisträger also.  Die Jury beweist seit drei Durchgängen, dass sie einen richtigen Riecher für dramatische Talente hat.

Auch der Theaterverein profitiere von dem Erfolg, so Zumstrull, hebe seine Bedeutung als Förderverein, weil er auch künstlerisch etwas bewege. Seine Mitglieder tragen den Wettbewerb offenbar gern mit, Gegenstimmen habe es jedenfalls bisher nie gegeben. 

Einsendeschluss für die Ausschreibung zum "Osnabrücker Dramatikerpreis 2019" ist der 15. März 2019. Weitere Informationen und Details zu der Ausschreibung unter: www.dramatikerpreis-os.de




Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN