Tipps der NOZ-Weihnachtsreporterin Chips, Gin, Krimi: Beim Adventskalender geht alles

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Eher klassisch oder komplett unkonventionell: Bei Adventskalendern ist (fast) alles möglich. Foto: Monika Skolimowska/dpaEher klassisch oder komplett unkonventionell: Bei Adventskalendern ist (fast) alles möglich. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Osnabrück. Noch nie war die Auswahl an industriellen Adventskalendern so groß wie dieses Jahr. Dazu kommen zahlreiche Angebote zum Selbstgestalten. Und trotzdem scheint es schwerer denn je, sich für den richtigen zu entscheiden.

Eines haben zumindest alle Kalender gemeinsam: 24 Überraschungen! Und sie erleichtern definitiv das Zählen bis Weihnachten. Vorbei sind die Zeiten, in denen nur Kinder früh morgens aufgeregt ein Türchen öffnen. Mittlerweile erfreuen sich auch immer mehr Erwachsene an dem Ritual und der Handel mit den Kalendern boomt. Doch was bevorzugt unsere Region? Eine Recherche führt mich quer durch Osnabrück und den Landkreis, durch Kindergärten, Familien, Spielwarengeschäfte bis hin zu unserer Redaktion.

Chips und (Trink-)Schokolade

Ewa Wehner (42) ist berufstätig und Mutter zweier Kinder im pubertären Alter, die jedes Jahr auf einen Adventskalender warten. Lachend schüttelt sie auf meine Frage, ob sie einen Kalender pro Kind bastelt, den Kopf. „Nein, das ist mir zu stressig. Als die Kinder noch kleiner waren, gab es die bunten Baukastensteine eines dänischen Unternehmens, mittlerweile wird es von Jahr zu Jahr schwieriger.“ Sie entscheidet sich nach reichlicher Überlegung für einen Kalender mit 24 Dosen Kartoffelchips für Marcel (12) und einen mit Trinkschokolade für Darleen (15). Ihr Mann hingegen geht leer aus. „Wir freuen uns, wenn sich die Kinder freuen.“

Bodo Meyer aus dem Spielwarengeschäft Nagel in Georgsmarienhütte hat zwei Favoriten: “Dieses Jahr sind ein Kalender mit Puppenkleidern und Accessoires sowie die Adventskalender-Bücher der drei Fragezeichen der absolute Renner“. Da fast alle Kinder zuhause einen Kalender besitzen, verzichten Kindergärten auf den Brauch oder lassen sich etwas Besonderes einfallen. „Wir verschenken Zeit“, berichtet Melina Laske von der Kita St. Marien Turnerstraße. Jeden Tag darf eine Tüte geöffnet werden, in der ein kleines Päckchen steckt. „Darin eingepackt sind die gesammelten Wünsche der Kinder, wie sie gerne mit bestimmten Personen Zeit verbringen möchten. Es wird gemeinsam gebastelt, vorgelesen, geturnt oder gebacken“, so die stellvertretende Leiterin.

Vom Lottoschein bis zum Download

Erfinderisch zeigen sich auch die, die für ihre Liebsten aufopferungsvoll 24 Beutel selbst füllen. Von Lottoscheinen, Ginflaschen im Miniformat, Gutscheinen für Serranoschinken bis hin zu selbstgebackenen Glückskeksen oder Musikdownloads, hier wird so ziemlich alles genannt, und so mancher stürzt sich dafür ordentlich in Kosten. In der Redaktion bewertet das männliche Geschlecht seine eigene Kreativität lediglich mit einer zwei minus. Tatsächlich sind es auch die Männer, die zumindest zugeben, zum 1. Dezember noch nicht alle Beutel gefüllt zu haben. Vielleicht sind sie aber nur ehrlicher.

Und auch er findet immer noch seine Berechtigung: der 1958 erstmal in den Handel gebrachte Schokoladenkalender. Der Lebensmittelhandel bestätigt, dass die Verkaufszahlen seit Jahren gleichbleibend sind. Wichtig ist dabei, dass die Schokolade schmeckt.

Süßer Krimi

Persönlich teste ich dieses Jahr einen Kalender, bei dem Familien eine kriminell spannende Adventszeit mit 24 Tagen Recherche erleben können. Jeden Tag kommt man der Lösung ein Stück näher – und begleitet wird das Ganze zusätzlich von edelster Nervennahrung mit Nougat-  oder Canache-Füllung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN