Vier künstlerische Positionen Natur und Landschaft werden in Osnabrücker Galerie W zum Thema

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Neue Ausstellung in der galerie w „A Sign Of Nature“ mit Werken von Danja Akulin, Daecheon Lee, Edvardas Racevicius (Skulptur im Vordergrund) und André Wagner. Foto: Michael GründelNeue Ausstellung in der galerie w „A Sign Of Nature“ mit Werken von Danja Akulin, Daecheon Lee, Edvardas Racevicius (Skulptur im Vordergrund) und André Wagner. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mit Fotografie, Zeichnung, Malerei und Bildhauerei erkunden vier zeitgenössische Künstler in der Osnabrücker Galerie W die Welt.

Eine existentielle Symbiose mit der Natur: Mal hat der junge Mann in weißem Hemd und schwarzer Hose drei Bretter vor dem Kopf. Oder es wachsen Äste aus seinem Torso. Oder er wird von bizarren Holzsplittern vereinnahmt, als raube ihm eine Naturmacht die Seele. Edvardas Racevičius heißt der Künstler, der auf beeindruckende Art den Akt des Bildhauens umkehrt. Aus einem Werkstück arbeitet er seine Skulpturen heraus, lässt sich von den gegebenen Formen leiten. Dennoch sieht es so aus, als appliziere er die Äste und Bretter, die seine Protagonisten so demonstrativ mit spirituellen Kräften konfrontieren.

Aus dem Rahmen fallen die beeindruckenden Skulpturen Racevičius in der neuen Ausstellung der Galerie W. Zwar folgen sie dem Titel „a sign of nature“, da die Natur in seinen Arbeiten eine zentrale Rolle spielen. Allerdings teilt sich der Litauer den Platz in den Ausstellungsräumen mit drei weiteren zeitgenössischen Künstlern - die allerdings zweidimensional arbeiten. Magisch anmutende Fotografien von Landschaften und dem Meer steuert André Wagner zu der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Natur“ bei. Langzeitbelichtungen von speziell geformten oder ausgeleuchteten Bäumen und Felsen entwickeln eine eigene Faszination.

Wie Schwarz-Weiß-Fotos wirken die Graphit-Zeichnungen von Danja Akulin, die auf Papier entstehen, das später auf Leinwand aufgezogen wird. Das intensive Spiel von Hell und Dunkel, von Schärfe und Verschwommenheit, von Licht und Schatten verwandelt Wälder, Alleen und Wiesen in irreale Visionen.

Ein oberflächlicher Blick wird den Bildern von Daecheon Lee nicht gerecht. Der Koreaner verbindet die unterschiedlichsten Stilistiken zu einer sehr eigenen Malweise: Abstrakte Formen, natürliche Motive, surrealistische Bildelemente, grafische Konstrukte und apokalyptische Phantasien verbindet er zu seinen charakteristischen, narrativen Landschaften, in denen der Betrachter ständig neue Geschichten entdeckt.

Am Mittwoch, 9. Januar, besteht die Möglichkeit, die Künstler in einem Gespräch persönlich kennen zu lernen (19 Uhr).


„A sign of nature“

Galerie W (Heger-Tor-Wall 26): „A sign of nature“. Arbeiten von Edvardas Racevičius, Danja Akulin, André Wagner und Daecheon Lee. Bis 19. Januar. Mi-Fr. 14-18 Uhr, Sa. 10-15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 0541 – 933 979 50. Anlässlich der Preisverleihung des „Kunstpreises 2018“ im benachbarten Kunstquartier ist die Ausstellung am Sonntag, 2. Dezember, von 12-16 Uhr zusätzlich geöffnet.

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