Angriff mit Messer 37-Jähriger wegen versuchten Totschlags angeklagt

Von Heiko Kluge

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Vor dem Landgericht Osnabrück muss sich mutmaßlicher Messerstecher verantworten. Foto: Michael GründelVor dem Landgericht Osnabrück muss sich mutmaßlicher Messerstecher verantworten. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Vor dem Landgericht Osnabrück muss sich jetzt ein mutmaßlicher Messerstecher verantworten. Der 37-Jährige soll im vergangenen Juni in Osnabrück einem Mann ein Küchenmesser in den Bauch gerammt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus Osnabrücker vor, in der Nacht des vergangenen 20. Juni einem ihm bis dahin unbekannten Mann auf der Kölner Straße mit dem Messer in den Unterbauch gestochen zu haben. Laut Anklagte soll der 37-Jährige ohne einen vorangegangenen Anlass gehandelt haben. Die etwa zwölf Zentimeter lange Klinge des Küchenmessers soll Teile des Magen-Darm Trakts des Angegriffenen erheblich verletzt haben. Der Mann soll sich mit einem Faustschlag gegen den Angeklagten verteidigt haben, worauf der sich in seine nahe gelegene Wohnung begeben haben soll. Wegen akuter Lebensgefahr musste der Verletzte notoperiert und dafür in ein künstliches Koma versetzt werden. 

Laut Staatsanwaltschaft soll der 37-Jährige, der zum Zeitpunkt des Geschehens mit 1,5 Promille erheblich alkoholisiert gewesen sein soll, die lebensgefährlichen Verletzungen und ein mögliches Versterben des Mannes billigend in Kauf genommen haben. Der Prozessauftakt vor der 6. großen Strafkammer des Landgerichts beschränkte sich auf die Verlesung der Anklage. Eine etwaige Einlassung des 37-Jährigen ist für den nächsten Verhandlungstermin am 11. Dezember vorgesehen.


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