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28.11.2018, 06:34 Uhr KOMMENTAR

Vonovia schlägt Profit aus der Wohnungsnot in Osnabrück

Von Jean-Charles Fays


Osnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia versucht auszunutzen, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen in Osnabrück deutlich größer als das Angebot ist und bietet Wohnungen im Osnabrücker Schinkel für 10,50 Euro pro Quadratmeter an. Foto: André HavergoOsnabrücks größter Wohnungsvermieter Vonovia versucht auszunutzen, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen in Osnabrück deutlich größer als das Angebot ist und bietet Wohnungen im Osnabrücker Schinkel für 10,50 Euro pro Quadratmeter an. Foto: André Havergo

Osnabrück. Mit Mieten von 10,50 Euro pro Quadratmeter im bislang vergleichsweise günstigen Stadtteil Schinkel will Vonovia Profit aus der Wohnungsnot in Osnabrück schlagen. Ein Kommentar.

Osnabrücks größter Wohnungsvermieter versucht auszunutzen, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen größer als das Angebot ist. Ob dieser Preis zu realisieren ist, wird die Zukunft zeigen.

Klar ist, derart hohe Mieten verschärfen die Diskussion um eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Diese mag eine strategische Option von vielen sein, ist aber kein Allheilmittel und kann erst in einigen Jahren ihre Wirkung entfalten. Sie muss erst gegründet und die Wohnungen müssen erst gebaut oder teuer erworben werden.

Das Gebot der Stunde ist allerdings, den aktuell Wohnungssuchenden und herausmodernisierten Mietern zu helfen, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Politik muss dazu noch enger mit den bestehenden Baugesellschaften zusammenarbeiten. Die Mieten der 2740 WGO-Wohnungen im Stadtgebiet liegen im Schnitt bei einer Kaltmiete von 5,99 Euro pro Quadratmeter. Da die Nachfrage nach günstigen Wohnungen das Angebot bei HVO, Stephanswerk und WGO jedoch deutlich übersteigt, müssen diese von allen Parteien stärker unterstützt werden.


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