Für Grafikprogramm V3KTOR Osnabrücker Hochschulabsolvent gewinnt Red Dot Design Award

Hochschulabsolvent Robin Schwarz präsentiert im Beisein von Professoren und Designern seine mehrfach preisgekrönte Abschlussarbeit V3KTOR. Foto: VRS MünsterHochschulabsolvent Robin Schwarz präsentiert im Beisein von Professoren und Designern seine mehrfach preisgekrönte Abschlussarbeit V3KTOR. Foto: VRS Münster

Osnabrück. Robin Schwarz, Absolvent des Studiengangs Media & Interaction Design an der Hochschule Osnabrück, hat in seiner Bachelorarbeit das interaktive Grafikprogramm V3KTOR (sprich: Vektor) entwickelt. Die Internetanwendung erhielt nun einen der begehrtesten Designpreise weltweit – den Red Dot Award.

Es ist die zweite Auszeichnung für den 24-Jährigen: Im April hatte bereits der renommierte Art Directors Club seine Entwicklung prämiert. 

Der Red Dot Award wird bereits seit mehr als 60 Jahren verliehen. Diesmal hat eine 24-köpfige internationale Expertenjury über 8500 Beiträge aus 45 Ländern in der Kategorie Kommunikationsdesign bewertet. Nur der kleinste Teil davon (8,2 Prozent der Einsendungen) wurde mit einem Preis belohnt. "Das unterstreicht die hohen Ansprüche, welche die Juroren an die Arbeiten haben", zitiert die Hochschule Osnabrück in einer Mitteilung den geschäftsführenden Vorstand von Red Dot, Professor Peter Zec.

Inspiriert von Tesla

Mit dem im Internet ausführbaren Programm V3KTOR lassen sich ohne besondere gestalterische oder technische Vorkenntnisse innerhalb weniger Sekunden ansprechende Vektorgrafiken erstellen – also Computergrafiken, die aus Linien, Kreisen, Vielecken oder allgemeinen Kurven zusammengesetzt sind. Robin Schwarz hat extra für diese Anwendung einen Algorithmus entwickelt, der beim Entwerfen von Mustern und Strukturen hilft, die als besonders harmonisch wahrgenommen werden. Die Menge der möglichen Kompositionen ist nahezu unendlich.

"Meine größte Inspiration waren Untersuchungen von numerischen Mustern des berühmten Erfinders Nikola Tesla, der hinter den Zahlen 3, 6 und 9 den Schlüssel zum Universum sah. Auch heute nutze ich das Tool noch selbst, um Entwürfe mit besonders harmonischen Proportionen nach diesem Zahlenschlüssel zu erstellen", erklärt Schwarz.

Ausgezeichnet: Das von Robin Schwarz entwickelte Computerprogramm V3KTOR unterstützt Nutzer bei der Erstellung von Vektorgrafiken. Foto: Hochschule Osnabrück


Höchstes internationales Niveau

Erste Glückwünsche erreichten den Osnabrücker von den beiden Betreuern seiner Bachelorarbeit: Designprofessor Henrik Arndt und Louis Victor, Mitbegründer der Designagentur VRS Münster. Die mehrfache Auszeichnung von Robin Schwarz zeige, dass Absolventen des Studiengangs Media & Interaction Design "international auf höchstem Niveau konkurrenzfähig" seien, stellte Arndt fest.

Designprofi Victor betonte: "Diese Arbeit unterstreicht, welchen Mehrwert ein umfassendes Verständnis von digitaler Gestaltung bietet." Das Spannende an V3KTOR sei, dass die Anwendung zwar Interaktionsmöglichkeiten zur "perfekten Gestaltung" vorgebe, das Ergebnis aber offenbleibe. Dieses ergebe sich sowohl aus dem Algorithmus, als auch aus dem Können und den Entscheidungen der Nutzer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN