Erlös aus Handtaschenverkauf Zonta Club spendet 2500 Euro an Osnabrücker Frauenberatung

Simone Simon (4. von links) freut sich über die Spende aus den Händen von Anett Thürmer (rechts daneben) vom Zonta Club Westfälischer Frieden. Mit auf dem Bild sind (hinten von links) Angela Ortmann, Ulrike Bubinger (Ambiente-Eigentümerin), Anette Fuchs und Melanie Wolf sowie (vorne von links) Lidia Wübbelmann und Cornelia Streb-Baumann. Foto: Gudrun SchmiesingSimone Simon (4. von links) freut sich über die Spende aus den Händen von Anett Thürmer (rechts daneben) vom Zonta Club Westfälischer Frieden. Mit auf dem Bild sind (hinten von links) Angela Ortmann, Ulrike Bubinger (Ambiente-Eigentümerin), Anette Fuchs und Melanie Wolf sowie (vorne von links) Lidia Wübbelmann und Cornelia Streb-Baumann. Foto: Gudrun Schmiesing

Osnabrück. Der Osnabrücker Zonta Club Westfälischer Friede unterstützt die Frauenberatungsstelle mit 2500 Euro. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Handtaschen bei der diesjährigen Kulturnacht in der Boutique Ambiente. Zur symbolischen Scheckübergabe trafen sich Spender und Begünstigte dort wieder.

Zonta ist eine internationale Organisation, die sich für die Rechte benachteiligter Frauen und Mädchen einsetzt. In der Osnabrücker Boutique Ambiente überreichte Anett Thürmer, Präsidentin des Zonta Club Westfälischer Friede, den symbolischen Scheck an Simone Simon, Sozialpädagogin bei der Frauenberatungsstelle.

Gebrauchte Handtaschen verkauft

Der Ort war nicht zufällig gewählt. Denn hier hatte der Zonta Club während der Kulturnacht am 25. August eine besondere Wohltätigkeitsaktion organisiert. Frauen spendeten gute, gebrauchte Handtaschen, um sie bei Ambiente zum Verkauf anzubieten. Den Erlös in Höhe von 2500 Euro spendete Zonta jetzt an die Frauenberatungsstelle. "Die Arbeit der Frauenberatungsstelle zu unterstützen liegt uns sehr am Herzen. Denn sie bietet traumatisierten Frauen wertvolle Hilfe, um wieder in ein normales Leben zurückfinden", sagte Thürmer.  (Weiterlesen: Region Osnabrück zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen und Mädchen)

Sozialpädagogin Simon die Situation beschrieb die Nöte der Frauen, die in die Beratungsstelle kommen. "Sie haben oft kaum Geld und sind froh, wenn sie eine Anlaufstelle gefunden haben, wo man sie ernst nimmt und ihnen die Unterstützung gibt, die sie gerade brauchen." Um das Beratungs- und Kursangebot für die Teilnehmerinnen kostenlos durchführen zu können, sei die Frauenberatungsstelle auf Spenden angewiesen. 

Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, Vergewaltigung

"Manche Frauen wurden als Kinder missbraucht, andere sind Opfer häuslicher Gewalt oder Vergewaltigungsopfer", sagte Simon. Aber es würden auch zunehmend geflüchtete Frauen mit Traumata infolge von Krieg und Terror kommen.

Den Betroffenen zuzuhören und mit individueller Beratung zur Seite zu stehen, ist der ausgebildeten Traumaberaterin Simon sehr wichtig. Denn oft haben die Frauen Angst, sich jemandem anzuvertrauen: "Überhaupt den Schritt über unsere Türschwelle zu wagen, ist für viele sehr schwer." Ziel der Beratungsstelle sei es, das Selbstvertrauen der Frauen zu stärken, sie wieder "stabil für den Alltag" zu machen. 

Gleich zwei Zonta-Clubs in Osnabrück

Allzu oft sind Frauen weltweit Opfer von Benachteiligung, Unterdrückung und Gewalt. Diese Frauen zu unterstützen sowie begabte Frauen aus armen Verhältnissen zu fördern, gehört zu den Zielen von Zonta. Dass die Organisation in Osnabrück gleich mit zwei Clubs vertreten ist, spricht nach Ansicht Thürmers für das Engagement der Bürger. So freue sie sich auf den 24. November, wenn Osnabrück an der weltweiten Aktion "Orange your City" teilnimmt. Als Zeichen für ein faires Miteinander und gegen Gewalt an Frauen und Mädchen werden dann in der Friedensstadt wieder viele Gebäude in Orange beleuchtet.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN