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Erzählen Sie Ihre Geschichte Wer erinnert sich noch an das Eversburger Kanalbad?

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Osnabrück. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1964 zeigt das Eversburger Kanalbad. Interessanter noch als das Foto sind die Geschichten, die Sie dort erlebt haben.

Monika Tolges kann sich noch sehr gut an die ersten Jahre des Niedersachsenbades erinnern: „Ich bin an der Natruper Straße aufgewachsen. Wir fünf Kinder aus unserem Haus konnten es nicht erwarten, bis das Bad 1966 endlich eröffnet wurde. Ich habe dort meinen Fahrtenschwimmer und den Jugendschwimmschein gemacht. Nach Möglichkeit gingen wir mehrmals in der Woche dorthin zum Schwimmen und Rumtoben im kleinen Nichtschwimmer-Becken. Meinen zehn Jahre jüngeren Bruder habe ich sehr oft mitgenommen.“

Anfang der 70er-Jahre hat Torsten Brandt dort schwimmen gelernt: „An der Seite zur Tribüne hin mussten wir erst unter Aufsicht unseres Sportlehrers Walter Kiaupa zehn Sekunden kalt duschen und dann mit Armreifen ins Wasser. Nach und nach nahmen wir unsere Armreifen ab und waren stolz, schwimmen zu können.“

Eine Besonderheit des Bades waren die farbigen Armbänder, mit denen die Bademeister die Aufenthaltsdauer im Hallenbad kontrollieren konnten. Jürgen Glasmeier schreibt dazu auf OS-Nachbarn: „Sie hatten vier Farben, pro Viertelstunde eine Farbe. An der Stirnseite des Bades befanden sich oben links mehrere Lampen. War eine Viertelstunde abgelaufen, ertönte ein Signal, und eine Lampe leuchtete farbig auf. Je nachdem, welche Farbe das eigene Band hatte, musste man das Becken verlassen oder konnte noch bleiben. Und wehe man hatte überzogen! Der Bademeister achtete damals mit Argusaugen darauf, dass die Jugendlichen nicht länger als erlaubt in dem Schwimmbad blieben.“

Ulla Weller erinnert sich gerne an die Milchbar im Niedersachsenbad: „Da meine Mutter mir nicht erlaubte, mit nassen Haaren nach dem Schulschwimmen nach Hause zu gehen, habe ich immer gerne gewartet, da ich in der Wartezeit Mixmilch meiner Wahl trinken konnte.“

Ines Kothöfer denkt noch gerne an die Wettkämpfe im Bad zurück: „Habe ich dort doch 1978 meinen ersten Wettkampf für den SSC Dodesheide Osnabrück bestritten. Zweite bin ich geworden damals [...]. Das Bad war ein wunderbares Wettkampfbad, allein schon durch die schöne Tribüne! Die fehlt heute leider im neuen Nettebad. Im Niedersachsenbad haben zahlreiche Wettkämpfe stattgefunden – national und international – und es war immer eine besondere Stimmung und Begeisterung dort. [...] Die bekannte Osnabrücker Schwimmerin war übrigens Heike Hustede.“

Neben Heike Hustede haben auch die sehr erfolgreichen Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs Neptun im Niedersachsenbad trainiert. Eine von ihnen war Edeltraud Eckert, geborene Wagner. Oft denkt sie an die Zeit zurück, als sie unter dem strengen Blick ihres hochgeschätzten Trainers Assi Brinkmann mit den anderen Neptun-Nixen auf die Wettkämpfe vorbereitet wurde: „Dreimal in der Woche hatten wir im Niedersachsenbad Training und vor Wettkämpfen auch samstags und sonntags.“ Die Kunstschwimmerinnen waren auch 1966 zur Einweihung des Bades ein Höhepunkt des Programms.

Das Thema Schwimmbad steht auch im Mittelpunkt des neuen unbekannten Fotos. Die Aufnahme aus dem Jahr 1964 zeigt das ehemalige Eversburger Kanalbad. Zu dieser Zeit wurde es jedoch schon nicht mehr als Freibad genutzt. Wissen Sie etwas über diese öffentliche Badeanstalt am Stichkanal?

Wann wurde sie geschlossen? Schreiben Sie uns Ihre Erinnerungen und Geschichten auf OS-Nachbarn.de .


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