Nahne bekommt eine neue Turnhalle Die ewig Dritte ist einen Schritt weiter

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Die neue Halle an der Franz-Hecker-Schule kommt. Die Proteste der Kinder, Eltern und des Nahner Sportvereins zeigen Wirkung. Foto: Dietmar KrögerDie neue Halle an der Franz-Hecker-Schule kommt. Die Proteste der Kinder, Eltern und des Nahner Sportvereins zeigen Wirkung. Foto: Dietmar Kröger

Osnabrück. Die Nahner haben es geschafft: Endlich haben sie den undankbaren dritten Platz auf der ewigen Prioritätenliste städtischen Turnhallenbaus verlassen. Die marode und muffige Halle an der Ansgarstraße wird in die Haushaltsplanungen aufgenommen und soll endlich durch eine neue ersetzt werden.

In den letzten Tagen hatte sich im Süden der Stadt herumgesprochen, dass die Halle an der Franz-Hecker-Grundschule noch immer nicht in den Haushaltsplanungen auftaucht. Den Sportlern und Eltern riss der Geduldsfaden. Die Grundschulkinder malten Plakate und flugs war eine Protestaktion organisiert, die am Donnerstag regen Zulauf fand. Ein letztes Aufbäumen gegen ein unabwendbares Schicksal? Zumindest wollten die Sportler und Schulelternvertreter nichts unversucht lassen, Politik und Verwaltung umzustimmen und ihre Halle endlich in die Planungen aufzunehmen. Immer wieder hatten die Nahner in den vergangenen Jahren erleben müssen, dass ihre Halle zugunsten noch baufälligereren Schwestern im Stadtgebiet hintan gestellt wurde.

Sporthallen in Nahne und Lüstringen werden gleichzeitig gebaut

Aber damit ist nun Schluss. Kurz vor Beginn der kleinen Demo teilte Kämmerer Thomas Fillep mit, dass der Bau nun doch in Angriff genommen werden soll und dass die für die Planung dafür notwendigen Mittel in den Haushalt des kommenden Jahres, über den der Rat Anfang Dezember entscheiden wird, eingestellt werden. "Wir werden die Hallen in Lüstringen und in Nahne gleichzeitig bauen", kündigt Fillep an. Beides seien Zweifeldhallen in etwa der selben Größe. Man werde versuchen beim Bau Synergieeffekte zu heben. Soll heißen: Eine Architektenplanung für beide Hallen und möglicherweise auch eine Kostenersparnis beim Einkauf der Materialien. "Wir werden vielleicht einige Anpassungen vornehmen müssen", so Fillep weiter. Er hoffe aber gleichwohl auf Einsparungen durch die parallel laufenden Arbeiten.

Immer wieder vertröstet

Für die Eltern in Nahne, die sich ob des Zustands der Halle, die zugig und vom Schimmel befallen ist, große Sorgen im ihre Kinder machen, kam die Botschaft unerwartet, wurde aber mit Freude aufgenommen. Wenngleich bei vielen, bedingt durch die häufigen Vetröstungen, noch ein wenig Skepsis mitschwang, dass nun tatsächlich passiert, womit schon niemand mehr gerechnet hatte, überwog die Zuversicht, dass das sportliche Elend in ihrem Ortsteil 2020 ein glückliches Ende findet.

Einsatz der Eltern

"Das ist mal eine Aussage, mit der wir sehr gut leben können", meinte der Vertreter des Schulelternrates der Franz-Hecker-Schule, Christian Wübbel. Jetzt werde das Projekt Turnhallenneubau endlich konkret, atmete auch Jutta Schmitz vom Förderverein der Schule auf. Der Einsatz der Eltern habe sich gelohnt. Unterstützung hatten die Nahner nach Wübbels Worten bei den Kommunalpolitikern quer durch die Ratsfraktionen gefunden. 

Die werden sich in den kommenden Tagen zu interfraktionellen Beratungen über den städtischen Haushalt 2019 treffen. Und wenn der dann mit den Planungs- und Baukosten für die Turnhalle Nahne im Rat verabschiedet ist, dann dürfen sich auch die Nahner endlich mal wie Erstplatzierte fühlen.


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