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06.11.2018, 19:32 Uhr UMBENENNUNG EINSTWEILEN VERSCHOBEN

Berliner Platz? Ein Name mit einem guten Klang

Kommentar von Rainer Lahmann-Lammert

Nur ein Straßenschild – aber auch ein Name, mit dem sich viel verbindet: Der Berliner Platz. Foto: Jörn MartensNur ein Straßenschild – aber auch ein Name, mit dem sich viel verbindet: Der Berliner Platz. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Der Berliner Platz in Osnabrück wird erst einmal nicht umbenannt in Helmut-Kohl-Platz. Vielleicht später. Egal, wie man zu Helmut Kohl steht – der Name „Berliner Platz“ hat seine Qualitäten, findet unser Redakteur.

Berliner Platz – was ist so schlecht an diesem Namen, dass er durch einen anderen ersetzt werden soll? Diese Frage wird in der Diskussion gelegentlich gestellt, und darin zeigt sich, dass Ursache und Wirkung manchmal durcheinandergeraten. Hier geht es nicht darum, einen belasteten Straßennamen zu eliminieren, sondern einem anderen einen ehrenvollen Platz zu geben. Aber wo ein Gewinner ist, ist auch ein Verlierer.

Erst durch die von Fritz Brickwedde angestoßene Umbenennung haben viele Osnabrücker gemerkt, dass der Name „Berliner Platz“ einen guten Klang hat. Zwar bietet der Platz optisch gesehen noch viel Luft nach oben, aber es zeichnet sich schon ab, dass daraus ein vorzeigbares Quartier wird, elegant und großstädtisch. Und damit sind wir wieder bei Berlin. Passt doch!

Ob der Berliner Platz nun seinen Namen behält oder nicht, ist wieder offen. Der CDU-Fraktionschef hat mit seiner Einladung an die kritischen Anwohner jedenfalls einen Dialog angestoßen, der Nachahmung verdient. Und hoffentlich weitergeführt wird.


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