10. Osnabrücker Vätertag Wenn der Vater mit dem Kinde

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Richtig bunt wurde es im Workshop vier:  hier gab es Einblicke in den farbenfrohen Beruf des Malers. Mit Kelle, Pinsel, Lasur und Spachtel konnte ein "Wandtatoo to go" gestaltet werden. Foto: Monika VollmerRichtig bunt wurde es im Workshop vier: hier gab es Einblicke in den farbenfrohen Beruf des Malers. Mit Kelle, Pinsel, Lasur und Spachtel konnte ein "Wandtatoo to go" gestaltet werden. Foto: Monika Vollmer

Osnabrück. 130 Väter haben mit 180 Kindern den zehnten Osnabrücker Vätertag besucht, der diesmal unter dem Motto „Mit Papa in die Werkstatt“ stand.

Die Handwerkskammer Osnabrück bot viel Spaß und Abwechslung bei der lange im Vorfeld ausverkauften Veranstaltung. Längst erziehen viele Eltern gleichberechtigt, und gerade an Wochenenden bringen sich Väter aktiver in den Umgang mit ihrem Nachwuchs ein. 

Entwicklungspsychologen sind schon lange der Meinung, dass Väter dem Kind andere wichtige Entwicklungsimpulse mitgeben, denn sie spielen und fordern anders als es Mütter tun. Unter dem Motto „Mit Papa in die Werkstatt“ konnten Väter mit ihrem Nachwuchs im Alter von fünf bis zwölf Jahren einen Vormittag lang verschiedene handwerkliche Aktivitäten ausprobieren.

Zunächst mit Papa, dann ganz alleine mit der Maschine durch den Parcours fahren- Jona (11) ist zum vierten Mal beim Vätertag dabei und findet die gesamte Aktion super. Foto: Monika Vollmer

Wege kunstvoll pflastern und in Form bringen, wie ein Zimmermann aus Naturmaterialien ein eigenes Hotel für Biene Maja, Käfer und Co. zusammenschrauben, mit moderner Technik eine eigene Windmaschine bauen oder sein Fahrrad selbst wieder funktionstüchtig machen: Die zwölf Workshops waren so vielfältig wie nie und boten ein breites Angebot für jeden Geschmack. 

Bereits um neun Uhr standen die Väter an den Ständen an, um sich für zwei Aktionen einzutragen. „So eine große Resonanz wie dieses Jahr hatten wir noch nie erlebt. Ratzfatz war die Veranstaltung bereits einen Monat vor Beginn ausgebucht, 100 Personen waren zusätzlich auf einer Warteliste vermerkt“, zeigten sich Sandra Holtgreife und Simone Guss von den Familienbündnissen Landkreis und Stadt Osnabrück begeistert. 

 „Das Handwerk macht den Kindern und Vätern gleichermaßen Spaß. Zuhause haben viele nicht die Möglichkeiten zu solchen Aktionen. Hier ist zu beobachten, wie Kinder und Väter sich gegenseitig motivieren und gemeinsam etwas schaffen“, erklärte Guss und wies stolz darauf hin, dass trotz des großen Andrangs alle Workshop-Wünsche erfüllt werden konnten.


René Nienhuis nutzte den 10. Vätertag um mit seinen beiden Kindern Felix (9) und Luisa (6) ein Bienenhotel zu bauen. Foto: Monika Vollmer

Großen Anteil am Erfolg hatte auch die Handwerkskammer. Sie öffnete wesentliche Bereiche des Technologie Zentrums (BTZ) und stellte Werkstattplätze sowie Materialien zur Verfügung. Alleine 1200 Teile waren für 48 Teilnehmer zum Bau des Insektenhotels vorbereitet, dazu eine bebilderte Anleitung, damit der Zusammenbau auch klappte. 

Weiterhin standen 14 Profis in den einzelnen Abteilungen mit Rat und Tat zur Seite. „Das machen wir gerne, auch im Sinne einer frühen Berufsorientierung “, verriet Reinhard Diestelkämper, Geschäftsführer des BTZs. Dort wurden am Samstag von 9 bis13 Uhr nicht nur Kerzenständer aus Kupferrohren gepresst, mit Airbrushpistolen gesprüht, mit kleinen Treckern durch einen Slalomparcours gefahren oder mittels Boxenstopps ein Reifenwechsel geübt; die Väter erlebten mit ihrem Nachwuchs auch einen spannenden Vormittag. René Nienhuis war mit seinen Kindern Felix (9) und Luisa (6) das erste Mal dabei und zeigte sich ebenso begeistert wie die zahlreichen Wiederholungstäter. 

Lina (8) und ihr Papa Jürgen Vogthinrichs meldeten sich für die beiden Workshops "Farbenfrohe Bilder" und den Bau eines Insektenhotels an und hatten gemeinsam viel Spaß. Foto: Monika Vollmer
Ida Drechsel (5) mit Papa Christoph und Mats Lengfeld (6) mit Papa Markus ließen beim Hobeln und Sägen ordentlich die Späne fliegen als sie ein Floß konstruirten. Foto: Monika Vollmer

„Der geringe Beitrag von fünf Euro für die Väter, Kinder sind frei, soll es jedem ermöglichen mitzumachen“, freute sich Holtgreife über das ausgewogene Teilnehmerverhältnis aus Stadt und Landkreis. Die Kooperationspartner des Vätertages sind neben den Familienbündnissen von Stadt und Landkreis die evangelische und katholische Familienbildungsstätte, der Verband allein erziehender Mütter und Väter, das Stadtdekanat Katholischer Kirchengemeindeverband Osnabrück, der Stadt-Sport-Bund , das Gleichstellungsbüro sowie die Männerarbeit im HkD der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Sie alle nehmen bereits in zwei Monaten die Planung des 11. Vätertages auf.

Lion (6) und Talea (7) erlebten mit ihren Vätern die bunte Welt der Fahrzeuglackierung. Mit einer Farbpistole sprühten sie ihr Wunschmotiv und ihren Namen auf einen Untersetzer. Foto: Monika Vollmer


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