Fies und fleischeslustig in Osnabrück Durchwachsene „Schoch & Schultz“-Premiere in der Lagerhalle

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Mit gewetzten Messern präsentierten Tine Schoch und Jo Schultz im Spitzboden der Lagerhalle ihr neues Programm „The Magic Butcher“. Foto: Swaantje HehmannMit gewetzten Messern präsentierten Tine Schoch und Jo Schultz im Spitzboden der Lagerhalle ihr neues Programm „The Magic Butcher“. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Premiere zur Eröffnung des Kabarettfestivals in der Lagerhalle: Das Osnabrücker Duo Schoch & Schulz präsentierte sein neues Programm „The Magic Butcher“.

Daraus, dass das Bild zur „sehr guten“ Show zuerst da war, machte Jo Schultz kein Hehl – und wie mehr oder minder lose unter Zugzwang darum herum gebautes Stückwerk wirkte dann auch das offene Konzept, das sich fortlaufenden Veränderungen nicht verschließt. 

Zerstückeltes Programm

Beim Start im gut gefüllten Spitzboden kamen fiese Lieder wie etwa das über „Connys Pony Ronny“ ebenso zum Tragen wie ein böses Weihnachtsgedicht samt kirchenkritischem Pamphlet oder ein nicht einstudiert wirkender Plausch auf Barhockern zum Warmwerden. Während dort noch alternative Nutzungsmöglichkeiten von Fleisch aus Massentierhaltung erörtert wurden, griffen Schoch & Schultz als Schlachterpaar nach der Pause programm- und bildgemäß zu gewetzten Messern, um fleischeslustig magische Zaubertricks vorzuführen.   

Annäherung an Kabarett

Annäherungen ans gesellschaftskritische Kabarett gab es in Form einer Parodie auf den aggressiven Frohsinn nicht nur des Hunteburger Karnevals und von hautnah durch einen Vertriebsleiter an das Publikum herangetragenen Verkaufstipps zum „Generieren“ von vermeintlichen Bedürfnissen, etwa durch „paradoxe Provokation“ oder die Installation von „dauerhaften Assoziationen“.


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